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Hollywood : Gregory Peck ist tot

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Gregory Peck, 1916 - 2003 Bild: AP

Er war eine der letzten Legenden Hollywoods - am Donnerstag starb der Schauspieler Gregory Peck im Alter von 87 Jahren. Peck erhielt 1962 einen Oscar für seine Rolle als Anwalt in dem Film „Wer die Nachtigall stört“.

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          Wie kein anderer Hollywood-Veteran genoß Gregory Peck den Ruf einer noblen Persönlichkeit, die nie von Skandalen oder Ruhmsucht beschädigt wurde. Der Schauspieler, der am Donnerstag im Alter von 87 Jahren starb, war ein Gentleman unter den Weltstars und zugleich das, was man jenseits des Atlantiks als „American Hero“ bezeichnet.

          Er galt lange als der schönste Mann Hollywoods, seit er seine Karriere in mittlerweile legendären Zeiten begann. Unter den mehr als 50 Filmen, die Peck im Laufe seiner Karriere drehte, waren Klassiker wie „Duell in der Sonne“, „Ein Herz und eine Krone“, „Moby Dick“ oder „Weites Land“. Für seine Rolle als mutiger Rechtsanwalt in dem Rassismus-Drama „Wer die Nachtigall stört“ errang Peck 1962 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Als Sohn eines Drogisten in San Diego geboren, hatte Peck schon als Student der Literatur und Theaterwissenschaften Bühnenerfahrungen gesammelt.

          Der Schauspielschule in Manhattan folgten Auftritte in der Provinz, Anfang der vierziger Jahre konnte sich der junge Darsteller mit dem blendenden Äußeren bereits am Broadway profilieren. Hollywood wurde aufmerksam, 1943 drehte Peck seinen ersten Film, den Anti-Nazi-Streifen „Tage des Ruhms“. Für seinen nächsten Film „Schlüssel zum Himmel“ erhielt Peck gleich eine Oscar-Nominierung. Hollywoods Filmindustrie hatte einen neuen strahlenden Helden, dem die großen Rollen und die Herzen der Frauen entgegenflogen.

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          Legendär als Captain Ahab

          Aber Peck erwies sich als anspruchsvoll in der Wahl seiner Filme. Eine besonders gelungene Vorstellung gab er 1956 als vom Jagdfieber besessener Captain Ahab in der Verfilmung von Herman Melvilles berühmten Roman „Moby Dick“. Hier bewies sich Peck als Charakterdarsteller, der das Rollenkorsett des ewigen Helden sprengte. „Moby Dick“ ist nicht zuletzt wegen Pecks überragender Leistung zu einem Filmklassiker geworden. Peck galt als Schauspieler, der in allen Genres eine gute Figur machte. In dem Psychothriller „Cape Fear“ (“Ein Köder für die Bestie“) sorgte er 1962 als angesehener Anwalt und Robert Mitchum als dessen rachsüchtiger Verfolger für Spannung. Martin Scorsese brachte 1991 ein Remake mit Robert de Niro heraus.

          Der Schauspieler kehrte noch in hohem Alter zurück auf die Leinwand, wenngleich er dort nur noch selten zu sehen war. 1978 spielte er den KZ-Arzt Josef Mengele, 1985 in einer TV-Serie Abraham Lincoln. Und 1989 triumphierte Peck in dem Film „Old Gringo“ mit der Verkörperung des Dichters Ambrose Bierce, der eine große Liebe mit dem Leben bezahlen muß. Daneben engagierte sich Peck gegen Atomwaffen und für den Tierschutz.

          Noch im vergangenen Jahrzehnt schmückte sich auch die dahindarbende deutsche Filmbranche immer wieder mit Pecks großem Namen. Der Leinwandheld wurde 1993 mit dem Goldenen Bären der Berlinale und 1998 auch noch mit dem Deutschen Filmpreis geehrt, jeweils für sein Lebenswerk. Das skandalfreie Privatleben Pecks hatte großen Anteil an der Popularität des zuletzt greisen Stars, der von 1967 bis 1970 Präsident der amerikanischen Filmakademie war. Seit vier Jahrzehnten war er in zweiter Ehe mit der französischen Journalistin Veronique Paßani verheiratet und Vater von insgesamt fünf Kindern.

          Peck sei friedlich verstorben, sagte Pecks Sprecher am Donnerstag. Seine Frau sei bis zuletzt an seiner Seite gewesen.

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