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Interview-Reihe „Auf ein Wort“ : Ich will mehr aus meinem Beruf rausholen

  • -Aktualisiert am

Daniel Henkes, 26 Jahre, Katholische Hochschule Mainz, 1. Mastersemester Pädagogik in Gesundheit und Pflege Bild: Marcus Kaufhold

Daniel Henkes studiert Pädagogik in Gesundheit und Pflege im ersten Mastersemester. Im spontanen Kurzinterview berichtet er über die Vor- und Nachteile seines Studiengangs.

          Was liegt an diese Woche?

          Daniel Henkes: Ich habe die letzten Seiten meiner Bachelorarbeit geschrieben und genieße jetzt erst mal das super Wetter.

          Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

          Dass ich mehr aus meinem Beruf als Physiotherapeut rausholen kann. Ich mache den Master, um irgendwann unterrichten zu können. Deswegen gefällt mir besonders der pädagogische Aspekt und der Praxisbezug.

          Und was stört Sie?

          Dass der Pflegeaspekt ziemlich groß ist. Die Interdisziplinarität ist zwar spannend. So bekomme ich als Physiotherapeut auch einen Einblick in die Arbeit eines Krankenpflegers. Aber speziell für Physiotherapeuten kommen manchmal Dinge zu kurz.

          Was wollten Sie Ihrer Hochschulleitung schon immer mal sagen?

          In der Mensa der benachbarten Gutenberg-Universität sind wir von der Katholischen Hochschule die einzigen Studenten in Mainz, die den vollen Gäste-Betrag zahlen müssen – das hat mir das Studierendenwerk bestätigt. Auch am Uni-Sport dürfen wir nicht teilnehmen. Das ärgert mich, denn so fühlt man sich als Student zweiter Klasse.

          Ihr Lieblingsort in der Hochschule?

          Im zweiten Stock haben wir einen Raum, wo man sich in der Freizeit entspannen kann. Im Sommer ist auch der Vorplatz mit Wiese und Bäumen schön.

          Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

          Eigentlich gibt es da keinen bestimmten Ort, außer vielleicht die Bibliothek.

          Wo ist in der Hochschule der beste Ort zum Flirten?

          Einen konkreten Ort würde ich dafür jetzt nicht festmachen. Aber in den Vorlesungen kommt das schon häufiger vor.

          Wie wohnen Sie?

          In Mainz-Gonsenheim mit zwei Freunden in einer WG.

          Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

          Ich bin als Werkstudent beim Roten Kreuz angestellt, wo ich als Rettungssanitäter arbeite. Dann habe noch einen Mini-Job bei Mainz 05 als Physiotherapeut im Nachwuchsleistungszentrum. Zeitlich ist das anstrengend, aber es geht schon.

          Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

          Ich bin Kneipengänger. In Gonsenheim kann ich „Zum Löwen“ nur empfehlen. In der Innenstadt noch „Onkel Willys Pub“, das „Sixties“ und zur späteren Stunde noch die „Dorett Bar“.

          Was gefällt Ihnen an Mainz, was nicht?

          Das Wetter ist hier oft gut. Mir gefällt die offene Art der Mainzer – man kann sich immer überall mit jedem unterhalten. In anderen Städten ist das oft nicht so. Aber die Stadt könnte noch mehr für Radfahrer machen.

          Was wollen Sie nach dem Studium machen?

          Ich will in Vollzeit als Physiotherapeut arbeiten, Erfahrung sammeln und später in die Lehre gehen.

          ***

          Daniel Henkes, 26 Jahre, Katholische Hochschule Mainz, 1. Mastersemester Pädagogik in Gesundheit und Pflege

          Die Fragen stellte Tim Blumenstein.

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