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Wegen Plagiats : Politikberaterin Mathiopoulos verliert Doktortitel endgültig

  • Aktualisiert am

Margarita Mathiopoulos 2008 in der ARD-Talksendung „Anne Will“ Bild: dpa

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat ein altes Plagiatsverfahren beendet: Margarita Mathiopoulos, einst von Willy Brandt als Parteisprecherin favorisiert, verliert endgültig ihren Doktortitel.

          Die Politikberaterin und Publizistin Margarita Mathiopoulos verliert endgültig ihren Doktortitel, weil sie ihre Dissertation in Teilen abgeschrieben hat. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg entschieden, wie er am Dienstag bestätigte. Er setzte damit einen Schlusspunkt in dem seit Jahren laufenden Plagiatsverfahren. Eine EGMR-Sprecherin sagte, die Beschwerde von Mathiopoulos gegen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig sei unzulässig gewesen.

          Das Bundesverwaltungsgericht hatte 2017 die Rechtmäßigkeit der Entscheidung der Universität Bonn bestätigt, Mathiopoulos den Titel abzuerkennen. Die Dissertation stammt aus dem Jahr 1986. Schon in den neunziger Jahren hatte es Zweifel an der Arbeit gegeben. 20 Jahre später nahmen sich Plagiatsjäger im Internet die Arbeit noch einmal vor und fanden mehr als 300 Passagen, die nicht als Übernahmen gekennzeichnet waren. Die Universität Bonn entschied, den Doktorgrad abzuerkennen.

          Die Entscheidung des Straßburger Gerichtshofs war bereits Anfang Oktober ergangen. Zuerst berichteten die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ über das Ende im jahrelangen Rechtsstreit der Potsdamer Honorarprofessorin.

          Mathiopoulos war bundesweit bekannt geworden, als sie der damalige SPD-Vorsitzende Willy Brandt 1987 zur Parteisprecherin machen wollte. Die Nominierung brachte ihm heftige innerparteiliche Kritik ein, am Ende konnte er die Personalie nicht durchsetzen.

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