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Interview-Reihe „Auf ein Wort“ : Informatik wird überall gebraucht

  • -Aktualisiert am

Claas Völcker, 23 Jahre, Technische Universität Darmstadt, 3. Semester Informatik Bild: Marcus Kaufhold

Claas Völcker befasst sich mit künstlicher Intelligenz und glaubt an die Zukunft der Informatik. Im Interview spricht er über das Leben in Darmstadt und die Ausbildung an der Technischen Universität.

          Was liegt an in dieser Woche?

          Ich habe in diesem Semester noch eine Klausur vor mir, für die ich lernen muss. Außerdem arbeite ich momentan an einem Projekt. Dafür beschäftige ich mich mit Algorithmen zu maschinellem Lernen. Und dann schreibe ich auch noch an meiner Masterarbeit weiter.

          Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

          Informatik wird überall gebraucht und ist sozusagen omnipräsent. Ich befasse mich vor allem mit Künstlicher Intelligenz. Damit kann man gut angeben, weil das fast jeder cool findet. Außerdem ist Informatik sehr anwendungsbezogen, zum Beispiel, wenn es um autonomes Fahren geht.

          Und was stört Sie?

          Die Erwartungshaltung innerhalb der Ausbildung ist sehr hoch. Es wird zum Beispiel vorausgesetzt, dass man sich grundlegende Techniken wie Programmieren selbst beibringt. Da wird man ein bisschen alleingelassen.

          Was wollten Sie Ihrem Uni-Präsidenten schon immer mal sagen?

          Es wäre toll, wenn man die Klausurenphase so gestalten könnte, dass man in den Semesterferien Zeit für Praktika hätte. Das wäre wichtig, um sich selbst besser orientieren zu können. Jetzt sind die Klausuren oft in der vorlesungsfreien Zeit.

          Ihr Lieblingsort an der Universität?

          Ich bin am liebsten im Café 221qm.

          Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

          Zum Campus Lichtwiese, der ist mir zu weit weg.

          Wo ist in der Universität der beste Ort zum Flirten?

          Ich habe meinen Freund in der Fachschaft getroffen. Aber das ist wahrscheinlich kein Tipp, der für jeden passt.

          Wie wohnen Sie?

          Ich wohne in einer WG, im Zentrum von Darmstadt.

          Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

          Ich habe einen Nebenjob in dem Fachgebiet, in dem ich auch meine Masterarbeit schreibe. Außerdem bekomme ich ein Stipendium von der Uni. Und meine Eltern unterstützen mich auch noch.

          Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

          Am liebsten gehe ich in den Schlossgarten, das ist ein Biergarten in Darmstadt. Außerdem bin ich gerne im Herrngarten.

          Was gefällt Ihnen an Darmstadt, was nicht?

          Darmstadt ist relativ überschaubar, man erreicht alles gut zu Fuß, mit dem Rad oder mit der Straßenbahn. Manchmal ist es mir fast schon zu überschaubar. Vor allem, weil ich eigentlich eher der Großstadtmensch bin. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Hier gibt es eine tolle Kulturszene. Die Uni ist ja doch sehr technisch. Da tut der künstlerische Ausgleich gut.

          Was wollen Sie nach dem Studium machen?

          Nach dem Studium will ich promovieren.

          ***

          Claas Völcker, 23 Jahre, Technische Universität Darmstadt, 3. Semester Informatik

          Aufgezeichnet von Karin Priehler

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