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Interview-Reihe „Auf ein Wort“ : Ich würde mir mehr Übungsräume wünschen

  • -Aktualisiert am

James Guey studiert Klavier an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main Bild: Bäuml, Lucas

Auch in der vorlesungsfreien Zeit kommt Student James Guey jeden Tag an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Im Kurzinterview erzählt er, was ihn an seinem Klavierstudium begeistert.

          Was liegt an diese Woche?

          Momentan ist vorlesungsfreie Zeit. Ich bin trotzdem jeden Tag an der Hochschule, um zu üben. Meistens bleibe ich ein paar Stunden hier.

          Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

          Ich habe sehr viel Freiheit. Einmal in der Woche habe ich 90 Minuten Unterricht. Da ich keine Vorlesungen habe, kann ich mir meine übrige Zeit selbst einteilen. Ich studiere Klavier auf Konzertexamen. Das ist ein spezieller Studiengang ohne Nebenfächer. Man konzentriert sich ganz auf das Hauptfach Klavier.

          Und was stört Sie?

          Da fällt mir nichts ein.

          Was wollten Sie Ihrem Hochschulpräsidenten schon immer mal sagen?

          Ich würde mir mehr Übungsräume wünschen.

          Ihr Lieblingsort an der Hochschule?

          Am liebsten bin ich in den beiden Konzertsälen. Wir haben einen großen und einen kleinen. Ich liebe es, auf der Bühne zu sein und vor Publikum zu spielen. Ich sitze aber auch gern selbst im Publikum.

          Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

          Ich gehe nicht so gern in die Mensa. Leider sind die Restaurants in der Nähe auf Dauer zu teuer. Als Student muss man sparen, deshalb gehe ich dann doch immer in die Mensa. Verhungern muss ich also nicht.

          Wo ist in der Hochschule der beste Ort zum Flirten?

          Das weiß ich nicht. Vielleicht im Hof oder Foyer.

          Wie wohnen Sie?

          Ich wohne allein.

          Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

          Zum Teil durch Stipendien. Und dann habe ich noch zwei Nebenjobs. Ich gebe Unterricht, privat und in Musikschulen. Außerdem unterstützen mich meine Eltern.

          Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

          Abends bleibe ich gerne zu Hause und ruhe mich aus. Nach einem Tag an der Hochschule brauche ich einen Rückzugsort.

          Was gefällt Ihnen in Frankfurt, was nicht?

          Mir gefällt, dass es so multikulturell ist. Und dass es so viele Konzerte gibt. Allerdings ist mir der Rhythmus der Stadt manchmal zu schnell. Und es gibt sehr viel Verkehr, wodurch es ziemlich unruhig ist.

          Was wollen Sie nach dem Studium machen?

          Konkrete Pläne habe ich noch nicht. Es gibt viele Möglichkeiten. Vielleicht werde ich mich an der Uni für eine Dozentenstelle bewerben. Deshalb habe ich mich auch für diesen Studiengang entschieden. Er ist die Voraussetzung für eine Arbeit an der Uni. Es kann aber auch sein, dass ich noch weiter studiere.

          ***

          James Guey, 25 Jahre alt, studiert im dritten Semester Klavier an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

          Aufgezeichnet von Karin Priehler

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