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Interview-Reihe „Auf ein Wort“ : Eine Jugendmannschaft neben dem Studium

  • -Aktualisiert am

Thaddäus Kaeuffer studiert an der Justus-Liebig-Universität in Gießen Bild: Cornelia Sick

Thaddäus Kaeuffer studiert in Gießen Lehramt und wünschte sich ein abwechslungsreicheres erstes Staatsexamen. Welchen Verbesserungsbedarf er an der Uni sonst noch sieht, erzählt er im spontanen Kurzinterview.

          Was liegt an diese Woche?

          Thaddäus Kaeuffer: Ich werde viel Zeit in der Bibliothek verbringen. Da bin ich viel produktiver als zu Hause. Außerdem kann man sich in der Pause leichter mit Freunden auf einen Kaffee treffen.

          Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

          Sport ist meine Leidenschaft. Und Politik und Ethik sind für mich zwei Fächer, die für die Gesellschaft unglaublich wichtig sind. Ich habe auch viel Spaß daran, mein Wissen weiterzugeben.

          Und was stört Sie?

          Das erste Staatsexamen könnte optimiert werden. Der Fokus liegt da natürlich auf der Theorie, wo aber oft zu sehr ins Detail gegangen wird. Man sollte den Schwerpunkt besser auf die Didaktik legen. So kommt man ins Referendariat und hat das Gefühl, noch nichts gelernt zu haben. Ich würde mir wünschen, dass das Studium von Anfang an abwechslungsreicher ist.

          Was wollten Sie Ihrem Uni-Präsidenten schon immer sagen?

          Ich finde, dass zum Teil Module zum Aussieben da sind. Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht und auch mit Dozenten gesprochen, die das bestätigt haben. In manchem Fächern wären nicht NC, sondern Eignungstests der bessere Weg. Dann kann man vor dem Studium aussortieren, ohne die Zeit zu verschwenden.

          Ihr Lieblingsort an der Universität?

          Ich bin ein großer Mensa-Fan und fast jeden Tag da. Das Essen ist wirklich gut und abwechslungsreich.

          Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

          Da gibt es eigentlich keinen Ort.

          Wo ist in der Universität der beste Ort zum Flirten?

          Ich glaube, in der „cUBar“ – das ist das Café in der Bibliothek. Und natürlich auf Uni-Partys.

          Wie wohnen Sie?

          Ich wohne in einer WG in Gießen.

          Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

          Als Referendar werde ich vom Land Hessen finanziert. Davor haben mich meine Eltern unterstützt, und ich bin in einer Schule jobben gegangen, wo ich schon mit Kindern arbeiten konnte. Das war wichtige Praxiserfahrung, die ich allen Lehramtsstudenten empfehlen würde. Besser als Kellnern ist es auf jeden Fall.

          Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

          In den „Ulenspiegel“. Das „Gutburgerlich“ und das Café „Schwätzer & Söhne“finde ich auch gut.

          Was gefällt Ihnen an Gießen, was nicht?

          Gießen ist eine junge Stadt. Die Hälfte der Einwohner sind Studenten, und man kommt schnell von A nach B. Und die Stadt hat alles zu bieten. Vom Theater bis zur Basketball-Bundesligamannschaft ist alles dabei. Dafür macht Autofahren keinen Spaß hier. Die Ampeln sind richtig schlecht eingestellt.

          Was wollen Sie nach dem Studium machen?

          Ich werde höchstwahrscheinlich Lehrer werden. Außerdem bin ich neben dem Studium noch Basketball-Trainer. Ich will versuchen, neben dem Lehrerberuf noch eine Jugendmannschaft zu coachen.

          ***

          Thaddäus Kaeuffer, 26 Jahre, Universität Gießen, 8. Semester Sport, Politik, Wirtschaft und Ethik (Lehramt)

          Aufgezeichnet von Tim Blumenstein

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