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Miriam Osinbowale ist 43 Jahre alt und studiert an der Katholischen Hochschule Mainz im ersten Semester Pädagogik in Gesundheit und Pflege. Bild: Marcus Kaufhold

Interview-Reihe „Auf ein Wort“ : Studieren ist schon toll

  • -Aktualisiert am

Miriam Osinbowale studiert nicht zum ersten Mal und unterrichtet sogar schon an einer Krankenpflegeschule. Im spontanen Kurzinterview spricht sie über die Vor- und Nachteile eines berufsbegleitenden Studiums.

          Was liegt an diese Woche?

          Miriam Osinbowale: Diese Woche habe ich ein ziemlich straffes Programm. Auf dem Plan stehen Differentielle Didaktik, Entwicklungspsychologie und Statistik. Wir werden also von morgens halb neun bis zum Teil abends um 19 Uhr an der Uni sein.

          Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

          Ich darf schon angehende Krankenpflegekräfte in der Krankenpflegeschule unterrichten, was gar nicht so einfach ist. Bisher habe ich viel aus dem Bauch heraus unterrichtet, aber es gibt ja schon wissenschaftliche Grundlagen zum Thema Lernen und Lehren. Deswegen hoffe ich, dass mir die Inhalte aus dem Fach helfen, meinen Job als Lehrerin besser zu bewältigen.

          Und was stört Sie?

          Eigentlich nichts. Es ist nicht das erste Mal, dass ich studiere, und ich finde es ziemlich toll. Ich habe vorher schon einen Master in Pflegewissenschaft gemacht, brauche aber einen Master in Pflegepädagogik, weil Pflege eine staatliche Ausbildung ist und ich sonst nicht prüfen dürfte. Aber grundsätzlich gehe ich gerne studieren. Das ist auch immer eine nette Abwechslung zum Job.

          Was wollten Sie Ihrer Hochschulleitung schon immer mal sagen?

          Unsere Cafeteria könnte ein bisschen größer und lichtdurchfluteter sein.

          Ihr Lieblingsort an der Hochschule?

          Wenn das Wetter schön ist, kann man gut auf der Wiese vor der Uni sitzen.

          Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

          In die Bibliothek. Wenn ich Bücher brauche, gehe ich meistens in Frankfurt in eine der Bibliotheken.

          Wo ist in der Hochschule der beste Ort zum Flirten?

          Wahrscheinlich in der Cafeteria und der Raucherecke. Da kriegt man alles mit, da sind die Leute, und man kommt leicht ins Gespräch. „Hast du mal Feuer?“ – Und schon ist man mittendrin.

          Wie wohnen Sie?

          Ich wohne allein in der Nähe von Frankfurt.

          Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

          Ich arbeite bereits als Lehrerin und studiere jetzt berufsbegleitend. Das kann schon anstrengend werden. Es kommt auf eine gute Organisation an. Aber das ist schon machbar.

          Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

          Abends treibe ich mich nicht in Mainz rum. Hier bin ich eigentlich nur zum Studieren. Ich bin häufiger in Frankfurt unterwegs, weil es näher an meiner Wohnung ist. Zum Beispiel gehe ich gerne auf Konzerte in die Batschkapp.

          Was gefällt Ihnen an Mainz, was nicht?

          Ich finde den Weihnachtsmarkt in Mainz immer toll. Mainz ist echt niedlich – man kann hier wirklich gut Wein trinken. Es ist einfach eine nette Stadt.

          Was wollen Sie nach dem Studium machen?

          Das ist eine gute Frage. Ohne den Abschluss komme ich beruflich nicht weiter. Ich bin zwar schon Lehrerin, aber ohne Abschluss bleibe ich so ein bisschen Lehrer zweiter Klasse. Deswegen hoffe ich, nach dem Abschluss weiter in dem Beruf arbeiten zu können.

          ***

          Miriam Osinbowale ist 43 Jahre alt und studiert an der Katholischen Hochschule Mainz im ersten Semester Pädagogik in Gesundheit und Pflege.

          Aufgezeichnet von Tim Blumenstein.

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