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Herbstauktion : Monet lieben und hassen: New Yorker Herbstauktionen

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Claude Monet, Nymphéas, 1906 aus der Serie der Wasserlilien Bild: Sotheby`s

Impressionisten und klassische Moderne stehen derzeit im internationalen Bietgefecht. Monets „Wasserlilien“ gerieten in Wechselbäder.

          Einen Tag nachdem bei einer Herbstauktion von Phillips & de Pury enttäuschend viele Gemälde und Plastiken berühmter Klassiker der 20. Jahrhunderts liegen geblieben waren - darunter auch ein Gemälde aus der berühmten Serie der Wasserlilien von Claude Monet - erzielte in der Nacht zum Mittwoch eines der schönsten Bilder eben dieser Serie „Les Nymphéas“ aus dem Jahr 1906 bei Sotheby's in New York stolze 18,7 Millionen Euro.

          Monet hatte sich 1883 nach Giverny vor den Toren von Paris zurückgezogen. Als er das auf einer kleinen Anhöhe über der Seine gelegene Landhaus 1890 kaufen konnte, verwandelte er den Garten in ein Wasserparadies aus Blüten, Teichen, Schatten- und Sonnenplätzen. Eigentlich wollte der Maler nur seine Blicke daran erfreuen. Ab 1903 aber begann er diesen Pflanzendschungel zu malen. Dabei entstand seine berühmteste Serie der Wasserlilien, die er bis zu Formaten in eins zu eins Größen ausdehnte.

          Den zweithöchsten Zuschlag erzielte bei Sotheby's Amedeo Modiglianis Gemälde „Giovanotto dai Capelli Rossi“ von 1919 mit einem Gebot von 8,57 Millionen. Das Porträt zeigt, dass sich der italienische Maler, der in Südfrankreich und Paris lebte, bis zu seinem Tod im Jahr 1920 als einer der herausragenden Porträtisten des frühen 20. Jahrhunderts etabliert hatte.

          Die Versteigerung zeigte nach Einschätzung des Sotheby's-Co- Vorsitzenden Charles Moffett, dass „Qualität gefragt ist und die Käufer sehr großzügige, aber sehr kalkulierte Entscheidungen trafen“.

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