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Spott über Trumps Sohn Barron : Hassen wir doch die Familie

  • -Aktualisiert am

Der Präsidentenflüsterer? Die Vorhut des Teufels? Ein Alien? Nein, ein Mensch. Barron Trump bei der Amtseinführung neben seinem Vater Donald. Bild: dpa

Nicht nur der amerikanische Präsident Donald Trump, sondern auch seine Familienmitglieder gelten vielen als Inkarnationen des Bösen. Besonders der jüngste Sohn Barron steht unter Beschuss. Das ist völlig sinnlos.

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          Bald werde Barron Trump auf dem Rasen vor dem Weißen Haus Katzen verstümmeln. Das schreibt eine Nutzerin auf Twitter. Barron Trump habe nicht weniger als hundert kleine Tiere getötet, behauptet es ein anderer Nutzer zu wissen. Barron Trump werde der erste zu Hause beschulte Amokläufer sein, meinte die Autorin Katie Rich, die für die Satireshow „Saturday Night Life“ arbeitet. Von ihrem Sender NBC wurde sie wegen dieser Einlassung immerhin suspendiert. Aus anderen, nicht minder unzuverlässigen Quellen, heißt es, Barron Trump sei ein baldiger Vergewaltiger, ein Vampir oder die „Brut des Teufels“.

          Was sich da im Internet ergießt, müsste in nicht wenigen Fällen strafrechtliche Folgen haben. Das Muster der Hasskommentare kennen wir seit der Antike: Statt den Vater bestrafen die Rächer die Söhne (und so wiederum den Vater). Atreus tötet die Söhne des Thyestes und serviert sie ihm als Mahl. Gegen Donald Trump erhebt sich zwar viel – berechtigter – Protest. Aber dem wird, das wissen auch die Demonstranten, die Luft ausgehen. Da hilft auch der Hass, der manche Trump-Gegner mit den Online-Nazis von der anderen Seite eint, nicht viel.

          Trump junior braucht keine Pflegefamilie

          „Little Donald“, wie seine Mutter Barron angeblich nennt, eignet sich als Zielscheibe offenbar besonders gut. Er sei versnobbt, ein Autist, verwöhnt, ungezogen. Sein Benehmen bei der Amtseinführung, wo er mit dem Gähnen kämpfte: ungehobelt, tadeln die Ordnungshüter. Eine „alternative Pflegefamilie“ will ihm Friedenspreisträgerin Carolin Emcke anbieten.

          Dabei scheint Trump junior in seiner Familie doch gut aufgehoben. Er sei ein „sehr besonderer, kluger Junge“, sagte seine Mutter Melania dem Magazin „Parenting“ im Jahr 2012: „Unabhängig und meinungsstark, er weiß genau, was er will.“ Das werde sie nicht unterdrücken, sagte die neue First Lady und stellte sich als antiautoritäre Erzieherin vor: „Wenn Sie ,nein, nein, nein‘ zu einem Kind sagen, wo bleibt dann die Kreativität?“ So schwimmt Barron mit Delphinen und hat seine eigene Etage in den „Trump Towers“. Der Shitstorm kann ihm nichts anhaben. Zum vierten Geburtstag soll Barron ein Schoko-Vanillekuchen-Modell des Privatjets seines Vaters bekommen haben.

          Dass er dessen Abgehobenheit nicht übernimmt, wäre dem Filius zu wünschen. Und, dass er von den Hass-Kommentaren nichts mitbekommt.

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