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Hanuschek, Timm, Schulze : Erzählte Leben

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.-Rainer Wohlfahrt

Sven Hanuschek erzählt die Lebensgeschichte von Elias Canetti, Ingo Schulze und Uwe Timm nähern sich auf Umwegen den entscheidenden Phasen ihres eigenen Lebens.

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          „Die Erfahrung mit einem Menschen genügt für hundert Jahre. Man wird auch dann nicht mit ihr fertig“, notierte Elias Canetti, dessen Affekt gegen Biographien notorisch war.

          Sven Hanuschek hat erstmals große Teile des Nachlasses für seine umfassende Lebensgeschichte des Schriftstellers auswerten und so auch viele Aussagen von Canettis Autobiographie einer kritischen Prüfung unterziehen können. Ingo Schulze und Uwe Timm haben zwei Umwege sehr unterschiedlicher Art gewählt, um sich entscheidenden Phasen ihres eigenen Lebens zu nähern.

          Timm zeichnet ein Porträt des 1967 erschossenen Benno Ohnesorg, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband. Entstanden ist keine Biographie Ohnesorgs, sondern eine autobiographische Skizze, die an Timms Buch über seinen Bruder anschließt. Ingo Schulze wiederum leiht Enrico Türmer, der Hauptfigur seines lang erwarteten neuen Romans, wichtige Züge seiner eigenen Lebensgeschichte. Die Spätphase der DDR, die Wende und die Zeit des Wildwestkapitalismus unmittelbar danach werden in diesem zeitgenössischen „Wilhelm Meister“ aus Ostdeutschland höchst lebendig vor Augen gestellt. Aber auch Schulze dürfte mit Türmer noch lange nicht fertig sein.

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