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Häuser aus dem 3-D-Drucker : Auch Roboter bauen am liebsten mit Beton

Biomorph: Das Haus namens Tecla, das an zwei Kürbisse erinnert, steht in Ravenna. Als Baustoff diente vor allem Erdreich, das in der Nähe des Standorts gewonnen wurde. Bild: Foto wasp

Zwischen Verheißung und Bedrohung: Häuser, die von riesigen Druckern errichtet werden, erreichen Serienreife. Die Hersteller schwärmen, doch bleiben große ökologische und gestalterische Zweifel.

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          Ob das Anton Hofreiter gefallen wird? Die Technik, Wohngebäude mithilfe von großen 3-D-Druckern zu errichten, wird immer ausgefeilter. Die Zeit der Prototypen ist vorbei, dieser Tage kommt aus Eindhoven die Meldung, dass dort erstmals ein 3-D-Druck-Haus bezogen worden ist, das alle Bauvorschriften der Niederlande erfüllt. Auf 94 Quadratmetern bietet der Bungalow aus 24 in einer Fabrik vorgefertigten Teilen seinen Bewohnern ein Wohnzimmer und zwei Schlafzimmer. Die Projektbeteiligten, unter ihnen die Stadtverwaltung, das Immobilienunternehmen Vesteda und der Baustoffkonzern Saint-Gobain Weber Beamix, sprechen von einem Durchbruch für einen zukunftsorientierten Hausbau.

          Matthias Alexander
          Stellvertretender Ressortleiter im Feuilleton.

          Glaubt man dem Kopf hinter dem Projekt „Milestone“, Theo Salet von der TU Eindhoven, dann setzt es in ökologischer, sozialer, konstruktiver und arbeitsmarktpolitischer Hinsicht Maßstäbe: Die Knappheit an bezahlbarem Wohnraum, die in den Niederlanden nicht geringer ist als hierzulande, lasse sich durch schnelleres und kostengünstigeres Bauen beseitigen; der geringere Materialeinsatz reduziere die Umweltbelastung; und der Einsatz der Roboter mache schwere körperliche Arbeit auf den Baustellen nahezu überflüssig, was den Mangel an Fachkräften kompensieren helfe. Für die verbleibenden Bauarbeiter seien zudem Rückenschmerzen eine Sache der Vergangenheit, und obendrein sei in der Branche nun mehr Platz für Frauen.

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