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Rückkehr ins Grüne Gewölbe : Die Krone in der Henne im Ei

Ein Ei „von Golde, worinnen eine Goldene Henne, und in der Henne eine kleine Crone mit Diamanten besetzt ist“. Bild: Ernst von Siemens Kunststiftung

Mit dem „Goldenen Ei“ kehrt ein vor hundert Jahren verlorenes ­Zentralstück der Sammlung des Grünen Gewölbes nach Dresden zurück.

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          Am 24. Mai 1705 war August der Starke wieder einmal auf Einkaufstour. Oder besser gesagt: Der sächsische Kurfürst, der seit 1697 auch polnischer König war und dementsprechend ebenso vermögend wie geltungssüchtig, hatte seine Einkäufer zur Leipziger Frühjahrsmesse geschickt. Dort erwarben sie für den Herrscher ein Ei. Aber nicht irgendeines, sondern eines „von Golde, worinnen eine Goldene Henne, und in der Henne eine kleine Crone mit Diamanten besetzt ist“ – so der zeitgenössische Revisionsbericht zu Augusts Schätzen, nachdem man ihm die nur fünf Zentimeter messende Preziose nach Dresden gebracht hatte.

          Andreas Platthaus
          Verantwortlicher Redakteur für Literatur und literarisches Leben.

          Man mag aus dieser Beschreibung nicht recht schlau werden: Wie kommt eine Henne in ein Ei? Müsste das nicht vielmehr umgekehrt sein? Oder wäre die uralte Primatsfrage im Verhältnis beider endlich entschieden? Stichworte wie „Gold“ und „Diamanten“ machen jedenfalls klar, dass es sich um einen kostspieligen Eierkauf gehandelt haben wird; die genaue Summe überliefert der Bericht leider ebenso wenig wie den Namen des Verkäufers.

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