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Goethe-Institut : Leonhard folgt Sartorius

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Das Präsidium des Vereins Goethe-Institut Inter Nationes hat den 54-jährigen Historiker Joachim-Felix Leonhard mit großer Mehrheit zu seinem neuen Generalsekretär gewählt.

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          Joachim-Felix Leonhard, Direktor der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv, ist neuer Generalsekretär des Goethe-Instituts Inter Nationes. Der 54-jährige Historiker wurde am Mittwoch mit großer Mehrheit vom Präsidium des Goethe-Instituts als Nachfolger von Joachim Sartorius gewählt, der seit der Jahreswende die Berliner Festwochen leitet. Leonhard wird sein Amt voraussichtlich im Frühjahr antreten.

          Der Präsident des Goethe-Instituts, Hilmar Hoffmann, zeigte sich über die Wahl hoch erfreut: „Leonhard hat für diesen schwierigen Posten mit seinem doppelten Profil als ausgewiesener Kulturpolitiker und Manager im öffentlich-rechtlichen Umfeld die idealen Voraussetzungen. Seine Herkunft aus dem Bibliotheks- und Medienbereich passt perfekt zum neuen, fusionierten Institut.“ Die Zustimmung von Bundesaußenminister Joschka Fischer zu dieser Entscheidung erwarte man in den nächsten Tagen.

          Leonhard hat Geschichte, Latein und Philosophie in Frankfurt/Main und Heidelberg studiert und über „Die Seestadt Ancona im Spätmittelalter“ promoviert. Außerdem ist er Honorarprofessor für Geschichte an der Berliner Humboldt-Universität und stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises selbstständiger Kultur-Institute. Von 1987 bis 1991 war Leonhard Direktor der Universitätsbibliothek Tübingen, bevor er zum Rundfunkarchiv - einer Gemeinschaftseinrichtung der ARD - nach Frankfurt/Main ging.

          Der Generalsekretär ist fest angestellter Geschäftsführer des Goethe-Instituts mit seiner Zentrale in München. Er ist Sprecher des vierköpfigen Vorstandes, der die Inhalte und Strategien des Goethe-Instituts festlegt. Das Präsidium mit dem Präsidenten Hilmar Hoffmann an der Spitze berät und kontrolliert den Vorstand. Der 75-jährige Hoffmann will Ende des Jahres aus seinem Amt ausscheiden.

          Das Goethe-Institut ist seit 8. Januar unter dem neuen Namen „Goethe-Institut Inter Nationes“ im Vereinsregister eingetragen. Der Zusammenschluss der beiden kulturellen Mittlerorganisationen war im September vergangenen Jahres vollzogen worden. Weltweit stehen der neuen Organisation nun 350 kulturelle Zentren zur Selbstdarstellung der Bundesrepublik mit 3 325 Mitarbeitern zur Verfügung.

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