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Glosse Feuilleton : Gottlob!

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Das Bemerkenswerte am DFB-Pokal-Erstrundenspiel zwischen Wacker Burghausen und dem FC Bayern München, das live im Ersten übertragen wurde, war nicht das Elfmeterschießen, welches der Rekordmeister dann ja doch noch gewann.

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          Das Bemerkenswerte am DFB-Pokal-Erstrundenspiel zwischen Wacker Burghausen und dem FC Bayern München, das live im Ersten übertragen wurde, war nicht das Elfmeterschießen, welches der Rekordmeister dann ja doch noch gewann. Eigentlich interessant war, dass zu Beginn der Verlängerung einfach der Strom ausfiel, so dass deren erste Viertelstunde nur mit einer einzigen Kamera aufgenommen werden konnte und der Reporter Gerd Gottlob seine Kommentare übers Telefon durchgeben musste. Man möchte von einer Sternstunde der Fußballübertragung sprechen! Denn nicht nur, dass in diesem Sparprogramm keine überflüssigen Bilder von der Tribüne und den Trainerbänken eingefangen wurden - auch Gottlob fand sich zu einer derart reduzierten Sprechweise genötigt, die uns freie Sicht aufs Wesentliche gewährte, so dass man sich an die Zeiten selig erinnert fühlte, als die Sportreporter noch Ernst Huberty und Rolf Kramer hießen, die das eine oder andere Spiel aus Bukarest oder Kiew auch per Telefon durchgaben und dabei, wie sonst auch, auf jedes überflüssige Wort verzichteten, während man heute doch den Eindruck hat, den Herren Quasselstrippen sei es in erster Linie darum zu tun, sich selber reden zu hören. Der Stromausfall hätte ruhig noch länger dauern können. Aber für diese fünfzehn Minuten lag die große, spannende Fußballwelt in Burghausen. edo.

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