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Gespräch mit Irina Prochorowa : Unsere Wirklichkeit ist ein surrealistischer Roman

Irina Prochnorowa: „Was wir jetzt sehen, ist der allmähliche Zerfall des sowjetischen Bewusstseins.“ Bild: Picture-Alliance

Irina Prochorowa erkennt in der desolaten politischen Situation ihres Landes einen Konflikt zwischen dem archaischen Denken der Macht und der dynamischen Entwicklung der Gesellschaft – für die Moskauer Verlegerin liegt darin eine Chance.

          9 Min.

          Irina Prochorowa, die Schwester des Milliardärs Michail Prochorow, ist eine der wichtigsten Intellektuellen Russlands und eine exponierte Kremlkritikerin. Zum Gespräch bittet sie in ihr spartanisches Verlagsbüro, das sich im Prunkpalast von Prochorows Moskauer Investmentfirma befindet. Irina Prochorowa trägt ein schlichtes Kleid und bietet grünen Tee an.

          Kerstin Holm

          Redakteurin im Feuilleton.

          Irina Prochorowa, schön, Sie nach der Frankfurter Buchmesse wiederzusehen! Wie wirkte dort der russische Stand auf Sie, wo der Autor Sachar Prilepin auftrat, der in der Donezker „Volksrepublik“ als Truppenkommandeur gekämpft und Freischärler ausgebildet hat?

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