Geschlechtsneutrale Hymne : Jubelt, ihr Töchter!

Das Parlament hat entschieden: Von 2012 an wird die österreichische Nationalhymne geschlechtergerecht gesungen. Die „großen Söhne" müssen sich den Ruhm mit den „großen Töchtern" teilen.
Gerechtigkeit muss sein: Österreichs „große Söhne“ sollen sich vom 1. Januar an ihren Ruhm mit den „großen Töchtern“ teilen. Nach einem jahrelangen Streit um den Text der Bundeshymne hat das österreichische Parlament jetzt dem Antrag auf eine „geschlechtergerechte Formulierung“ der Hymne zugestimmt. Anstelle des Verses „Heimat bist du großer Söhne“ heißt es jetzt in der ersten Strophe: „Heimat großer Töchter und Söhne“. Dies scheint nur konsequent angesichts der allseits bekannten Tatsache, dass man in Österreich seit jeher einen überdurchschnittlich ausgeprägten Sinn fürs Schöne hat - was ja im unmittelbar folgenden Vers auch heute noch, politisch korrekt, besungen wird: „Volk, begnadet für das Schöne“. Da können ein paar große Töchter nicht schaden. Zumal der neue Text sich auf die Melodie des „Bundesliedes“ auch noch viel schöner singen lässt als der alte, weil er die pathetische Silbendehnung im Quartsprung auf „gro-ho-ßer“ des Taktes 15 entbehrlich macht.





