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„Star Wars“-Premiere : George Lucas: „Episode III“ ist die letzte

  • Aktualisiert am

Bei der Premiere: George Lucas mit seinen Kindern Amanda und Jett sowie Schauspieler Jake Lloyd (r.) Bild: REUTERS

In zehn amerikanischen Städten hat „Star Wars - Episode III“ in der Nacht zum Freitag seine Weltpremiere gefeiert. Bis zu 1100 Dollar legten die Fans für eine Karte hin. Für George Lucas ist die Saga nun definitiv zu Ende.

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          Gleich mit zehn Weltpremieren - von der West- bis zur Ostküste der Vereinigten Staaten - hat das „Star Wars“-Imperium in der Nacht zum Freitag zugeschlagen.

          George Lucas, Schöpfer der Sternenkriegs-Saga, feierte in San Francisco das Debüt des letzten Teils seiner legendären Filmreihe „Episode 3 - Die Rache der Sith“. „Statt nur einer Premiere in Hollywood habe ich zehn im ganzen Land laufen, um damit mehrere Millionen Dollar für wohltätige Zwecke zu sammeln“, sagte Lucas auf dem Roten Teppich.

          Der Regisseur, der in einem Vorort der nordkalifornischen Metropole lebt, schickte Carrie Fisher (Prinzessin Leia) nach Washington und Liam Neeson (Qui-Gon Jinn) nach New York. Mark Hamill (Luke Skywalker) und Jimmy Smits (Bail Organa) wurden in Hollywood von kreischenden Fans bestürmt. Wer schon eine Woche vor dem offiziellen Kinostart am 19. Mai „Die Rache der Sith“ sehen wollte, mußte teuer dafür zahlen. Bis zu 1100 Dollar legten die Fans für ihre Eintrittskarte und anschließende Partys hin.

          Mark Hamill, besser bekannt als Luke Skywalker, bei der Premiere von „Star Wars: Episode III” in Los Angeles
          Mark Hamill, besser bekannt als Luke Skywalker, bei der Premiere von „Star Wars: Episode III” in Los Angeles : Bild: AP

          Ein „perfektes Ende“

          Für die 13jährige Anna Larkin ist George Lucas „der coolste Typ“. Der Regisseur hatte zahlreiche Einladungen an eine wohltätige Organisation verteilt. Das Mädchen und ihr krebskranker Bruder vergnügten sich mit Wookie-Keksen und Lichterschwertern auf der Premierenfeier, deren Erlös in San Francisco einem Heim für Familien mit schwer kranken Kindern zufließt. Als Count Dooku verkleidet dankte ein hartgesottener Fans dem Regisseur für das „perfekte Ende“. Allerdings sei er doch überrascht, wie düster der Film inszeniert wurde und daß Anakin - wie Lucas prophezeit hatte - wirklich zur Hölle fährt, meinte der 61jährige Kalifornier Ernie Keppler.

          Der Regisseur freut sich bereits auf seine Reise nach Cannes, wo er an diesem Sonntag den Ehrenpreis der Internationalen Filmfestspiele entgegen nimmt. „Das ist eine große Ehre“, sagte Lucas der dpa. „Ich glaube, sie ehren mich für die gesamte Saga. Immerhin habe ich 30 Jahre gebraucht, um dort hinzugelangen.“ Vor den Kritiken in Europa fürchtet sich der Regisseur nicht, im Gegenteil. „In Europa und Japan bin ich immer schon besser angekommen als in den Vereinigten Staaten. Irgendwie bin ich hier nicht so beliebt“, glaubt Lucas, der sich nur selten in Hollywood sehen läßt.

          Wohlwollende Kritik

          Nach mittelmäßigen Noten für Episode 1 und 2 ist die amerikanische Fachpresse jetzt großzügiger. „Die beste Folge seit „Das Imperium schlägt zurück“, urteilte das Blatt „Variety“. „Die Saga endet so gut, daß man es sich gleich noch einmal anschauen möchte“, schwärmte der „Hollywood Reporter“. Lucas allerdings würde bei den Filmvorführungen am liebsten wegschauen. „Vor einer Woche habe ich bei jeder Vorführung noch darüber nachgedacht, ob ich den Sound oder die Farbe verbessern kann. Heute abend werde ich auf die Zuschauer und ihre Reaktionen achten“, sagte der Regisseur am Donnerstag abend - der stürmische Applaus nach 146 Minuten Sternenkrieg dürfte ihn entschädigt haben.

          Der Regisseur ließ keinen Zweifel daran, daß dies wirklich der letzte Teil der insgesamt sechsteiligen Saga ist. „Das ist das Ende“, versicherte Lucas. „Die Saga beginnt, wenn Darth Vader neun Jahre alt ist, und sie endet mit seinem Tod.“

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