Gendergerechte Sprache :
Wenn das Genus mit dem Sexus

Von Peter Eisenberg
Lesezeit: 5 Min.
Hört endlich auf, das Maskulinum zu sexualisieren!
Wann begreifen die Leute endlich, dass das grammatische Geschlecht mit dem biologischen Geschlecht nichts zu tun hat? Eine Verständnishilfe.

Dealer, Gefährder, Terrorist, Kriegsverbrecher, Salafist, Dschihadist, IS-Anhänger, Straftäter, Intensivtäter und Einbrecher sind Wörter, die überall verwendet werden, in der „taz“ wie in der F.A.Z., im „Spiegel“ wie in der „Zeit“. Niemand möchte mit solchen Wörtern behaupten, dass Frauen keine Drogen vertreiben, nicht in Wohnungen einbrechen oder keine Straftaten begehen. Es handelt sich um Substantive im Maskulinum, die wir zur Bezeichnung von Personengruppen verwenden, und zwar unabhängig vom natürlichen Geschlecht. Man spricht vom generischen Maskulinum, eben weil es sich auf ganze Gruppen von Personen ohne Geschlechtsdifferenzierung beziehen kann. Dass es sich so verhält, wird unübersehbar etwa an Bezeichnungen für Werkzeuge wie „Öffner“, „Bohrer“, „Summer“, die demselben Bildungstyp angehören.

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