Ricarda Huch, neu zu entdecken : Reich, Romantik und Rätesystem
Von Hartmut Scheible
Lesezeit: 11 Min.
In seinem Buch „Die Kritik der Romantik“ geht Karl Heinz Bohrer von der seit Hegel, Heine und Marx vorherrschenden These aus, das romantische Denken, im Sinne eines Kults des Irrationalen und Restaurativen, habe das deutsche Bewusstseins während des neunzehnten Jahrhunderts und noch darüber hinaus beherrscht. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat diese Tradition in Georg Lukács, der im Nationalsozialismus das „letzte Zerfallsprodukt der Romantik“ sieht, ihren prominentesten Vertreter gefunden.
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