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„Gegen die Wand“ : Kino-Start für Berlinale-Sieger vorgezogen

  • Aktualisiert am

Schlaflos in Hamburg-Altona: Szene aus „Gegen die Wand” Bild: Berlinale

Ungeduld nach dem großen Erfolg: Der mit dem Goldenen Bären ausgezeichnete Film „Gegen die Wand“ kommt schon am 11. März, einen Monat früher als geplant, in die Kinos.

          Der bundesweite Filmstart des Berlinale-Gewinners „Gegen die Wand“ wird auf den 11. März vorgezogen. Ursprünglich sollte der Film des türkischstämmigen Filmemachers Fatih Akin erst am 22. April in den Kinos anlaufen.

          Nach dem Sieg des Streifens liefen am Montag die Telefone bei Akins Produktionsfirma Wüste Film und der Filmförderung Hamburg heiß. „Alle wollen gratulieren. Wir sind total glücklich und können es noch immer nicht so richtig fassen, daß der Goldene Bär nach Hamburg-Altona gegangen ist“, sagte die Chefin der Filmförderung Hamburg, Eva Hubert.

          Kosslick mit Berlinale zufrieden

          Berlinale-Chef Dieter Kosslick zog unterdessen eine positive Bilanz der 54. Internationalen Filmfestspiele, die am Sonntag endeten. Daß in diesem Jahr Akin den Goldenen Bären bekommen habe, sei nicht nur gut für den deutschen Film, sagte er im InfoRadio. Das Festival verzeichnete in elf Tagen 420.000 Kinobesuche, an das reguläre Publikum wurden dabei 130.000 Karten verkauft.

          Für ihn sei es eine großartige Berlinale gewesen, so Kosslick. „Ich weiß, dass die Filme unterschiedlich und kontrovers diskutiert worden sind. Für viele waren sie auch zu schwarz und zu traurig, aber das ist nun mal so.“ Er betonte, in 54 Jahren habe es lediglich sieben Goldene Bären für deutsche Filme gegeben, den letzten vor 18 Jahren. Zugleich wies er Kritik zurück, der diesjährige Wettbewerb sei schwach gewesen.

          „Geiler deutscher großartiger Film“

          Fatih Akins ausgezeichnetes Werk handelt von den Problemen der deutschen Türken aus der zweiten Einwanderergeneration. Die leidenschaftliche Liebesgeschichte erzählt von einer jungen Türkin mit deutschem Pass. Um ihrem konservativen Elternhaus zu entfliehen, geht sie eine Scheinehe mit einem wesentlich älteren, alkoholabhängigen Landsmann ein. Aus der anfänglichen Zweckbindung wird eine emotionsgeladene Suche nach einem gemeinsamen Glück. „,Gegen die Wand' ist einfach ein geiler deutscher großartiger Film“, urteilte der türkischstämmige Autor Feridun Zaimoglu.

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