Fünf Jahre ohne Fries : Der Pergamon-Altar schließt
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Die größte und zeitaufwendigste Baustelle der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: Das Pergamonmuseum Bild: dpa
Der weltberühmte Altar auf der Berliner Museumsinsel wird von Montag an saniert und für viele Jahre nicht zu besichtigen sein. Im vergangenen Jahr kamen 1,3 Millionen Besucher.
Wer jetzt noch nicht da war, sollte es bald tun: Am 29. September wird in Berlin der Saal mit dem Pergamonaltar geschlossen, voraussichtlich bis 2019. Mit Voraussagen ist es schwierig auf Berlins Museumsinsel, immer wieder kam es zu Verspätungen, meist wegen des komplizierten Baugrunds. Der inzwischen verstorbene Architekt Oswald Maria Ungers gewann den Wettbewerb für die Grundsanierung des monumentalen Zentralbaus der Insel immerhin bereits im Jahre 2000.
Das Pergamonmuseum ist die größte und zeitaufwendigste Baustelle der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Instandsetzung und Erweiterung des weltberühmten Museums mit einem vierten Flügel finden zudem bei laufendem Museumsbetrieb statt. Doch heißt das auch: Immer wieder müssen einzelne Flügel für die Besucher gesperrt werden, die dann nur Teile der Sammlungen zu sehen bekommen. Sehr bald also keinen Pergamonaltar. Ischtar-Tor, die Mschatta-Fassade und das Markttor von Milet bleiben jedoch zugänglich. Im Alten Museum (am Lustgarten) ist die Kunst der Griechen, Etrusker und Römer zu besichtigen. Und noch immer hofft die Preußenstiftung auf private Förderer für ein Interimsmuseum in der Nähe. Dort sollen in Kombination mit einer 3D-Visualisierung ausgewählte pergamenische Fundstücke gezeigt werden, darunter als Höhepunkt der komplette „Kleine Fries“ des Altars. Auch an eine Neuauflage von Yadegar Asisis höchst erfolgreichem Pergamon-Panorama von 2012 ist gedacht.