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Liao Yiwu : Gemeinsamer Kampf für gemeinsame Werte

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Der chinesische Schriftsteller und Friedenspreisträger Liao Yiwu Bild: Felix Schmitt

Keine Waffen für Diktatoren, Abkehr von der Appeasement-Politik, keine Vorurteile gegenüber Flüchtlingen: Der chinesische Schriftsteller und Friedenspreisträger Liao Yiwu stellt nach den Anschlägen klare Forderungen auf.

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          Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu, Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, der seit einigen Jahren in Berlin im Exil lebt, hat nach den Angriffen in Paris über seinen Übersetzer Martin Winter folgende Stellungnahme abgegeben:

          „Ab heute ist Frankreich im Kriegszustand, heißt es. Hoffentlich ist damit die französische Appeasement-Politik nach dem Zweiten Weltkrieg endlich vorbei. Hollande und Obama sagen nur dasselbe noch einmal, was sie schon nach den Angriffen auf Charlie Hebdo im Januar gesagt haben. Hoffentlich ist es jetzt endlich damit vorbei, dass der Westen Waffen an Diktatoren liefert! Hoffentlich führt der Terrorismus dazu, dass demokratische Länder zusammenstehen, um den Islamismus bekämpfen und gemeinsame Werte zu verbreiten. Dazu gehört die Verwirklichung von religiöser Gleichberechtigung, nicht aber Abschottung und Vorurteile gegen Flüchtlinge. Ihr Toten, Ihr könnt nichts sagen und könnt nicht mehr weinen. Wir leben, und haben doch keine Worte und keine Tränen. O Gott!“

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