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Ribéry-Glosse : Goldenes Rind

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Liebt das Schöne und Wa(h)re: Franck Ribéry. Bild: dpa

Gönn dir Gourmetkritik: Franck Ribéry isst gerne gutes Steak und flucht nun wie ein Rohrspatz, weil ihm nicht schmeckt, dass man ihm das nicht gestattet. Aber was soll man tun, wenn das Geld direkt „von Gott“ kommt?

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          Ribéry, Franck (ausgesprochen „Fronck“): Fußballer, Multimillionär, Mann von Wahiba, Fahrer eines Lamborghini Aventador – 750 fette PS, das Modell heißt unter Fans „Tritt in den Arsch“. Franck: im Besitz von Häusern, Uhren, sehr jungen Verehrerinnen und weiteren schönen Dingen, die sich mit Ruhm und Fleiß und Gottesglaube einfahren lassen.

          Gerade ruft er seine Kritiker im Internet zum Inzest mit ihren Müttern und Großmüttern auf. Da hält ihn kein Berater zurück. Und das wird noch nicht mal ein Investitionsfehler sein. Einen Berater braucht der nicht, Franck instagrammt – und schon schreiben weltweit Hunderte Journalisten. Wir auch. Der Mann weiß, er kann sich viel kaufen für seine 8,3 Millionen Euro im Jahr oder knapp 3000 Euro in der Stunde, also was der Durchschnittsdeutsche brutto so im Monat hat. Wer das in sechzig Minuten verdient, muss auch nicht „die Fresse“ (Wahiba) halten. So. Bam.

          Was soll er denn auch machen mit dem ganzen Geld? Ein Mann muss Fleisch bei Freunden essen dürfen, außerdem. Franck, dein Nachname hat bloß ein R zu viel, sonst hießest du fast selbst Ribeye, französisch ausgesprochen: Rib-e-i. Den ganzen Spaß wollen ihm seine Kritiker verwehren? Da muss man verstehen, dass er wütend wird. Wenn er wohltätig spende, schreibe keiner darüber.

          Gattin Wahiba sagt, sie muss gleich brechen. Sie ist verärgert, dass ihr Mann nicht in Ruhe sein goldenes Steak essen könne für 1200 Euro (oder doch Dirham? Dann wären es nur knapp 290 Euro). So ein verblattgoldetes hatte er sich in Dubai bestellt, bei einem Promi-Metzger. Und durchaus in Ruhe gegessen, der Lärm kam hinterher, weil Franck es allen per asoziale Medien gezeigt hat. Und alle sind eben alle, auch die Neider, auch die Schlechteresser und Bessergeldverwender.

          Wahiba hingegen hat den Tanz ums goldene Rind bestimmt lieber, als wenn Franck mit seinem Geld zu einer anderen geht, von der er nicht wusste, dass sie minderjährig war und danach bezahlt werden wollte. Auch das musste man damals verstehen. Nur das Geld kommt schließlich, Franck zufolge, vor allem von Gott. Diese Insta-Hater aber, alle, die nicht zu seiner Familie und zu seinen Freunden zählen, bedeuten ihm so viel wie „Kieselsteine in meinen Socken“ (Franck).

          Wahiba sagt, die Hater sollen sich die Gelbwesten anschauen, denn die wüssten besser, welche wirklich wichtigen Personen wirklich wichtiges Geld verprassen. Echt politisch, das Pärchen. Das Blattgold auf dem Steak war auch echt. Wir haben nachgerechnet. Im gut sortierten Internethandel kriegt man 100 Blatt essbares 24 Karat Gold, 70 x 70 mm für 13 Euro. Auf dem Fettaugen-Steak war also vielleicht Blattgold für ein Euro fünfzig. Franck, du hast zu echten Puffpreisen gegessen, aber richtig krass PR eingefahren für nicht einmal einen halben fetten Stundenlohn.

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