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Francesca Bria im Interview : Holt euch eure Daten zurück!

Der größte kollektive Wert, den Städte in Zukunft produzieren, sind Daten, sagt Francesca Bria. Sie sind Milliarden wert; wer sie besitzt, regiert. Bild: privat

Francesca Bria gehört zu den wichtigsten Vordenkerinnen des Digitalzeitalters. Sie berät die Europäische Union und die Vereinten Nationen. Hier stellt sie ihren Plan für eine neue Stadt- und Gesellschaftspolitik vor.

          10 Min.

          Francesca Bria, geboren 1977 in Rom, ist Präsidentin des italienischen Nationalen Innovationsfonds, Professorin am University College in London und Chefberaterin der Vereinten Nationen für digitale Städte. Sie wurde international bekannt, als sie 2015 als Mitglied der Stadtregierung von Barcelona das weltweit größte Experiment in digitaler Demokratie startete: Vierhunderttausend Bürger stimmten in Versammlungen auf städtischen Internetplattformen über Wohnungsbau und Verkehrspolitik ab. Nirgendwo wurden Bürgerwünsche so schnell in Politik umgesetzt; das Bild der Stadt veränderte sich radikal – und auch das Bild dessen, was Stadtplanung sein kann. Möglich wurde das Experiment durch das zuvor von Bria in London gestartete „Decode Project“, einer von der EU finanzierten Initiative zur Rückgewinnung der Datenhoheit der Bürger. An dieser Frage, so Bria, entscheide sich Europas Zukunft. Hier stellt sie die Ergebnisse und ihr Programm für die Städte Europas vor.

          Niklas Maak
          Redakteur im Feuilleton.

          Frau Bria, die Menschen fürchten sich vor vielen Dingen, vor Corona, Klimawandel, Migration – aber das, was mit ihren Daten passiert, bereitet ihnen nicht annähernd so große Kopfschmerzen. Was ist so schlimm daran, dass Konzerne unsere Daten haben?

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