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Fotos aus Nordkorea : Pjöngjang im August

Viel Verkehr ist nicht zu regeln: Polizistin in Pjöngjang Bild: REUTERS

Das kommunistische Nordkorea ist ein verschlossener Staat, aus dem wenig nach außen dringt. Um so bemerkenswerter sind die Bilder, die der Fotograf Reinhard Krause nun aus Pjöngjang und anderen Städten mitbrachte: Sie verschaffen uns Einblicke in ein weitgehend unbekanntes Land.

          Nordkorea ist ein verschlossenes Land. Das Wenige, das nach außen dringt aus dem abgeschirmten Reich, sind erschreckende Meldungen über Hungersnöte und das Atomprogramm, von dem der Diktator Kim Jong-il partout nicht lassen möchte. Westliche Journalisten gelangen nur selten ins kommunistische Land, und wenn, dann werden sie meist auf Schritt und Tritt begleitet. Auch Fotos aus Nordkorea sind eine Seltenheit. Die am häufigsten gesichteten nordkoreanischen Motive zeigen misstrauische Grenzsoldaten, aufgenommen von der chinesischen Seite, oder vom Regime organisierte Volksaufmärsche.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Um so bemerkenswerter sind die Aufnahmen, die Reinhard Krause gemacht hat. Der preisgekrönte Reuters-Fotograf, normalerweise in Peking angesiedelt, ist einige Tage lang in Nordkoreas Kapitale Pjöngjang und in anderen Städten unterwegs gewesen. Seine Fotos haben nichts zu tun mit dem Propaganda-Bild, das Kim Jong-il der Welt präsentiert. Sie zeigen graue Wohnblocks und autofreie Straßen, fliegende Händler und ganz normale Passanten. Was für ein Leben sie führen, können uns auch Krauses Fotos nicht erzählen; zumindest aber, und das ist keine geringe Leistung, verschaffen sie uns einen seltenen Eindruck von einem Land, über das wir so wenig wissen wie von kaum einem anderen Staat auf der Weltkarte.

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