https://www.faz.net/-gqz-9pf89

Forderungen der Hohenzollern : Nicht verhandelbar

Bild: EPA

Im Streit um die Eigentumsansprüche der Hohenzollern mit dem Bund sind sich beide Parteien weiterhin uneinig. Ein Kompromiss soll weiterhin die Lösung sein.

          1 Min.

          Das Haus Hohenzollern hat seine Forderung nach Wohnrecht in den Potsdamer Schlössern Cecilienhof, Lindstedt oder der Villa Liegnitz in den Verhandlungen mit dem Bund nicht zurückgezogen. Allerdings hätten Vertreter des Hauses deutlich gemacht, dass eine Gesamtlösung im Streit um die Eigentumsansprüche des einstigen preußischen Herrscherhauses daran nicht scheitern werde, teilte die Pressestelle von Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit. Für die öffentliche Hand sei die Frage des Wohnrechts nicht verhandelbar. Die Positionen bei den Gesprächen, die am Mittwoch fortgesetzt worden waren, lägen „noch weit auseinander“. Die Hohenzollern-Seite habe klargestellt, dass sie „zu keinem Zeitpunkt einen kuratorischen oder inhaltlichen Einfluss auf die Präsentation von Sammlungen und Ausstellungen in öffentlichen Museen verfolgt“ habe. Wie diese Aussage mit Veröffentlichungen aus internen Schriftstücken in Einklang zu bringen ist, nach denen die Hohenzollern „Mitsprache und Einbringung eigener Vorstellungen“ bei Ausstellungen und Publikationen zur deutschen Geschichte anstreben (F.A.Z. vom 18. Juli), blieb offen. Ein Vertreter der Hohenzollern stellte in Aussicht, dass bei einer gütlichen Einigung mit dem Bund sämtliche Restitutionsanträge des Hauses unverzüglich zurückgezogen würden. Der brandenburgische Justizminister Görke hat unterdessen angekündigt, die Wiederaufnahme eines bislang wegen der laufenden Verhandlungen ruhenden Verfahrens am Potsdamer Verwaltungsgericht zu beantragen. Dabei geht es um eine Entschädigungsforderung der Hohenzollern in Höhe von 1,2 Millionen Euro an das Land Brandenburg aufgrund von Enteignungen durch die sowjetische Besatzungsmacht nach dem Zweiten Weltkrieg.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Zukunft der Menschheit : Eine Batterie für alles!

          Mit einem Handy fing alles an, inzwischen geben Autohersteller jährlich dutzende Milliarden dafür aus: Lithium-Ionen-Akkus treiben heute zahllose Geräte an. Die größte Zeit der Batterien steht aber noch bevor.
          Farrow, hier in New York, brachte nach Weinstein CBS-Chef Leslie Moonves und Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman zu Fall.

          Ronan Farrow über Weinstein : Missbrauch mit System

          Ronan Farrow sorgte dafür, dass der Hollywood-Mogul Harvey Weinstein wegen sexueller Straftaten vor Gericht kommt. In seinem Buch „Durchbruch“ erzählt Farrow, wie seine Recherche gestoppt werden sollte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.