https://www.faz.net/-gqz-3xmv

Flops & Häme : „Furchtbar“: Madonna-Film wird in England nicht gezeigt

  • Aktualisiert am

Häme für Madonna. Szene aus „Swept Away” Bild: Columbia Pictures

Der Madonna-Film „Swept Away“ ist in Amerika so gefloppt, dass er in England erst gar nicht anlaufen soll.

          Der Film „Swept Away“, ein Gemeinschaftsprodukt von Madonna (44) und ihrem Ehemann Guy Ritchie (34), wird nach einer katastrophalen Bilanz in den USA in die britischen Kinos erst gar nicht kommen. Das bestätigte in London ein Sprecher der Produktionsfirma Columbia Tristar. Der Film, bei dem Popstar Madonna die Hauptrolle spielt und Ritchie Regie führt, hat in Amerika nicht einmal 600.000 Euro eingespielt.

          Die Produktion war von amerikanischen Kritikern einhellig verrissen worden. Sie sei „genauso furchtbar, wie Sie gehört haben, und so schlecht, wie Sie es sich nur vorstellen können“, warnte etwa die „Washington Post“.

          Ein Remake

          „Swept Away“ erzählt die Geschichte einer schwerreichen Industriellengattin, die auf einer Mittelmeerkreuzfahrt mit einem kommunistischen Matrosen aneinandergerät. Als das Schiff sinkt und beide auf einer einsamen Insel stranden, wird aus den Gegner ein Liebespaar.

          Der Film ist ein Remake des gleichnamigen italienischen Films von Lina Wertmüller aus dem Jahre 1974. Damals spielten Mariangela Melato und Giancarlo Giannini (“Hannibal“) die Hauptrollen. Schon Wertmüllers Film bekam schlechte Kritiken.

          Idee „geklaut“?

          Der Kinostart des Remakes war von vornherein überschattet von einer Klage des Schauspielers Vincent d'Onofrio, der behauptet, Ritchie habe die Idee einer Neuauflage des Films von ihm geklaut.

          Jetzt machten dem Film Publikum und Kritik gleichermaßen den Garaus. Der Online-Dienst msnbc schrieb voller Häme, Madonna sage darin den Satz, der am wenigsten zu ihr passe: „Wo wären wir, wenn wir Dinge einfach tun würden, weil wir uns danach fühlen.“ „Nun“, höhnt der Kritiker“, wir würden dümmliche Filme wie 'Swept Away' produzieren.“

          Weitere Themen

          Sie finden mich also gruselig?

          Erzählungen von Joey Goebel : Sie finden mich also gruselig?

          Ein Stalker wirft sich einem anderen in den Weg, eine Lehrerin holt ihren Lieblingsschüler von einer Party ab: In „Irgendwann wird es gut“ hat Joey Goebel eine neue Balance von Satire und Zärtlichkeit gefunden.

          Zwischen Horrorfilm und Neorealismus Video-Seite öffnen

          Filmkritik „Wo ist Kyra?" : Zwischen Horrorfilm und Neorealismus

          "Wo ist Kyra?" von Fotograf Andrew Dosunmu ist ein Hollywood-Film und Arthouse zugleich. Und beides auch wieder nicht. Denn die Zielgruppen beider Genre müssen sich an etwas gewöhnen, das sie sonst ablehnen. Warum der Film sowohl inhaltlich als auch künstlerisch sehenswert ist, verrät F.A.Z.-Redakteur Dietmar Dath.

          Der Geist der Ostsee

          Filmemacher Volker Koepp : Der Geist der Ostsee

          Reflektierte Romantik: Volker Koepp durchstreift in seinen Filmen das Mittelmeer des Nordens. Der Mensch ist dort nie das Maß aller Dinge gewesen. Schlimm zugerichtet wird die Landschaft dort aber trotzdem.

          Die Drift nach oben Video-Seite öffnen

          Landkarte des Kunstmarkts : Die Drift nach oben

          Die Preise für Kunst sind absurd? Nein. Sie sind das realistische Abbild des globalen Reichtums. Eine Landkarte des Kunstmarkts, der in Wirklichkeit schrumpft und nur knapp dem Umsatz von Rewe entspricht.

          Topmeldungen

          Charismatisch und skrupellos : Was will Boris Johnson?

          Er ist Held der englischen Nationalisten und Favorit für den Vorsitz der Konservativen. Einen echten Plan für den Brexit hat der begabte Scharlatan noch immer nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.