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Filmstars : 5.600 Euro für Marilyns Küsse

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Filmstar und Ikone: Marilyn Monroe Bild: dpa

Marilyn Monroe bleibt eine Klasse für sich: Bei einer Londoner Versteigerung von Kino-Devotionalien zahlten die Fans für ihren Schmuck am meisten.

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          Filmstars gab und gibt es viele, Marylin Monroe aber war einmalig. Spätestens mit ihrem frühen Tod am 5. August vor 40 Jahren wurde die Schauspielerin, die zu Lebzeiten Inbegriff des Sexsymbols war, zur Ikone, zum Mythos, der auch heute nichts von seiner Strahlkraft verloren hat. Die Ausnahmestellung der Monroe wurde nun ein weiteres Mal deutlich: Als am Dienstag in London eine Reihe von Kino-Devotionalien versteigert wurde, zahlten die Fans für Marilyns Schmuck die mit Abstand höchsten Preise.

          Ein Brillantring mit eingraviertem „M“ fand für knapp 8.000 Euro einen neuen Besitzer, ein Paar Ohrringe für 3.200 Euro und ein Pucci-Samtkleid mit geometrischem Zickzackmuster für knapp 5.300 Euro. Selbst eine schlichte Postkarte ließ sich jemand 5.600 Euro kosten - wurde sie doch von Marilyn Monroe abgeschickt und unterzeichnet mit den Worten: „To Judy, Love & Kisses, Marilyn Monroe“.

          510 Euro für einen Stein

          Insgesamt verlief die Versteigerung für das Londoner Auktionshaus Cooper Owen eher enttäuschend. Viele der mehr als 230 Erinnerungsstücke blieben unverkauft, darunter auch ein Pilotensitz des Raumschiffs „Radiant VII“, das in „Star Wars - Episode I“ durchs All flog: Möglich, dass sich selbst Fans der Serie an den missratenen Film nicht erinnern mögen. Sitzen blieb Cooper Owen auch auf etlichen Filmpostern, Autogrammkarten von Künstlern wie Buster Keaton und Alfred Hitchcock und dem zugegebenermaßen scheußlichen Mumienkostüm aus „The Mummy Returns“. Auch das teuerste Objekt fand keinen Abnehmer: Die Nachbildung der Kronjuwelen Elisabeths I., von Cate Blanchett getragen in „Elisabeth“ (1998), wollte sich für die vom Auktionshaus erhofften 16.000 Euro kein Bieter in die heimische Vitrine legen.

          Kein schlechter Preis für Second Hand: Monroe-Kleid, 5300 Euro

          Unter den Hammer hingegen kam ein schlichter Stein, als „Sankara-Stein“ 1984 von Harrison Ford begehrt in „Indiana Jones und der Tempel des Todes“: Ein Liebhaber löhnte 510 Euro. 640 Euro erzielte eine Kämpferkutte aus Mel Gibsons Schottendrama „Braveheart“, 800 Euro eine Zauberstab-Box aus „Harry Potter“ und 735 Euro eine Perücke, die Christopher Reeve 1983 als Clark Kent in „Superman 3“ trug. Ein echtes Schnäppchen, für schlappe 175 Euro, war eine hölzerne Harpune aus „Moby Dick“, 1956 geworfen und somit fast schon antik zu nennen.

          Schweinchen Babes Nase

          Einen neuen Besitzer fanden auch, für 240 Euro, eine Schweinenase und ein Schweinegebiss, zwar nur aus Latex, doch mit Echtheitszertifikat: ein Originalstück aus „Schweinchen Babe in der großen Stadt“ von 1998. Und auch das wohl makaberste Stück der Versteigerung war einem Unbekannten 270 Euro wert: ein abgerissener, blutiger Arm aus Kunststoff. Den hielt in der denkwürdigen Anfangssequenz aus „Saving Private Ryan“ sein unglücklicher Besitzer, ein schwer verletzter amerikanischer Soldat, in der Hand seines anderen Arms und wankte völlig verwirrt übers Schlachtfeld.

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