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Filmfestspiele : Schlaflos für die Berlinale: Kosslicks Programm 2004

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Eröffnet die Berlinale: „Cold Mountain” mit Nicole Kidman am Klavier Bild: Berlinale

Mit Nicole Kidman und Jude Law geht es los. Deren jüngster Film, das Bürgerkriegsdrama „Unterwegs nach Cold Mountain“, eröffnet am 5. Februar das vielfältige, prominente Programm der Berlinale.

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          Stars wie Jack Nicholson, Nicole Kidman, Juliette Binoche und Nick Nolte kommen zu den 54. Internationalen Filmfestspielen Berlin. Die Berlinale zeigt vom 5. bis 15. Februar in den verschiedenen Festivalreihen rund 400 Filme aus 44 Ländern, sagte Festivaldirektor Dieter Kosslick am Montag. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Werken aus Lateinamerika sowie Südafrika, wo sich dieses Jahr das Ende der Apartheid zum 10. Mal jährt.

          Im offiziellen Wettbewerb ist „Country of my Skull“ des britischen Regisseurs John Boorman zu sehen. In dem Film über die südafrikanische Wahrheitskommission spielen Samuel L. Jackson und Juliette Binoche die Hauptrollen. Der argentinische Regisseur Fernando Solanas erhält den Ehrenbären der Berlinale für sein Lebenswerk.

          Loach, Rohmer, Angelopoulos

          Im Wettbewerb konkurrieren insgesamt 23 Filme, darunter 19 Weltpremieren. Regisseure wie Ken Loach, Eric Rohmer, Ron Howard und Patrice Leconte und Theo Angelopoulos gehen mit ihren neuesten Werken ins Rennen. Deutschland ist mit zwei Beiträgen dabei: Fatih Akin („Solino“) zeigt das Drama „Gegen die Wand“ über eine junge Türkin. Romuald Karmakar („Der Totmacher“) geht mit der Liebestragödie „Die Nacht singt ihre Lieder“ an den Start.

          Das Filmfestival in Cannes habe der Berlinale dieses Mal einige Filme abgejagt, sagte Kosslick. „Das war etwas unangenehm und hat uns echt den Nachtschlaf und eine Menge Geld gekostet.“ Dennoch pflege er weiter gute Beziehungen zu den französischen Festivalmachern.

          Greenaway, Rosselini, Potente

          „Die Berlinale ist die umfangreichste Schau des deutschen Films in diesem Jahr“, sagte der Leiter der Berlinale-Reihe „German Cinema“, Heinz Badewitz. Die Tendenz gehe dabei „zurück in die 70er Jahre“ - hin zu deutschen Produktionen, die ebenso erfolgreich wie künstlerisch wertvoll seien.

          In der neuen Reihe „Berlinale Special“ zeigt der britische Regisseur Peter Greenaway „The Tulse Luper Suitcases“ mit Isabella Rosselini und Franka Potente. Der italienische Regisseur Ermanno Olmi kommt mit „Cantando dietro i paraventi“ (Singing Behind Screens) und seinem Hauptdarsteller Bud Spencer nach Berlin.

          Nicholson, Keaton, Kidman

          Die Berlinale-Retrospektive widmet sich unter dem Titel „New Hollywood 1967-1976. Trouble in Wonderland“ der amerikanischen Filmgeschichte. Die Reihe zeigt allein sieben Filme mit Jack Nicholson. Der Hollywoodstar stellt außerdem die Liebeskomödie „Was das Herz begehrt“ vor. Darin spielt er an der Seite von Diane Keaton, die gerade mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde.

          Eröffnet wird die Berlinale am 5. Februar mit Anthony Minghellas Bürgerkriegsdrama „Unterwegs nach Cold Mountain“. Dazu werden unter anderem die Hauptdarsteller Nicole Kidman und Jude Law auf dem roten Teppich vor dem Berlinale-Palast am Potsdamer Platz erwartet.

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