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Film : Präludium zum „Oscar“: Preise für Julia Roberts und Benicio Del Toro

  • Aktualisiert am

Julia Roberts Bild: dpa

Der amerikanische Schauspielerverband hat Julia Roberts und Benicio del Toro mit dem „Actor“-Award ausgezeichnet.

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          Die Oscar-Verleihung wirft ihre Schatten voraus. Julia Roberts und Benicio Del Toro sind vom amerikanischen Schauspielerverband (SAG) für herausragende darstellerische Leistungen in Kinofilmen mit dem „Actor“ ausgezeichnet worden.

          Für die beste Leistung eines Schauspieler-Ensembles wurde der Film „Traffic“ ausgezeichnet. Dessen Regisseur Steven Soderbergh siegte - allerdings nur indirekt - insgesamt vier Mal. Roberts und Del Toro erhielten die Preise für ihre Leistungen in den beiden Soderbergh- Filmen „Erin Brockovich - Eine wahre Geschichte“ sowie „Traffic“. Roberts Partner in „Brockovich“, Albert Finney, erhielt einen „Actor“ als bester Nebendarsteller. Dafür kann er auch auf einen Oscar hoffen. Julia Roberts bekannte, dass sie sich mit der Hauptdarstellerin in „Erin Brokovich“ sehr identifiziere. „Sie ist das perfekte Beispiel dafür, dass wir selbst aussuchen, wer wir sind.“

          Der historische Abenteuerfilm „Gladiator“, der bislang als stärkster Oscar-Anwärter galt, ging hingegen bei den Schauspieler-Preisen leer aus. „Gladiator“-Star Russell Crowe verlor gegen Del Toro, während Joaquin Phoenix bei den Nebendarstellern Albert Finney unterlag. Der „Actor“ für Del Toros Rolle eines mexikanischen Polizisten wurde weithin mit Überraschung aufgenommen, zumal er sich damit auch gegen Tom Hanks („Verschollen“) durchsetzte.

          Benicio Del Toro

          Bei den Oscars ist Del Toro für seine Rolle in „Traffic“ lediglich als bester Nebendarsteller nominiert. Julia Roberts, die bereits bei den Golden Globes als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet worden war, gilt nun als die aussichtsreichste Kandidatin für einen Oscar. Es wäre ihr erster. Größere Oscar-Hoffnungen als bisher kann sich auch Judi Dench machen, die für ihre Rolle einer lebenslustigen, aber kranken Großmutter in „Chocolat“ den SAG-Preis als beste Nebendarstellerin erhielt.

          Die Preisvergabe durch die mehr als 4000 an der Abstimmung beteiligten SAG-Mitglieder, die nunmehr zum siebten Mal erfolgte, gilt seit einigen Jahren als der „letzte große Wegweiser“ für die Oscars. Zehn von zwölf Schauspielerinnen und Schauspielern, die bisher mit einem „Actor“ für Hauptrollen ausgezeichnet wurden, hatten danach auch Oscars bekommen. Sie werden in diesem Jahr am 25. März verliehen.

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