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Film : „Pearl Harbor“ soll das Kino-Ereignis des Sommers werden

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Vom Taifun verweht: Ben Affleck und Kate Beckinsale in „Pearl Harbor” Bild: Film

Neues aus Hollywood: Kritiker klagen über die „Sequelitis“ und freuen sich auf eine Kriegsromanze.

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          Hollywood hat die Zeitmaschine ausgegraben. Michael J. Fox ist allerdings nicht wieder dabei und der Titel seines Filmhits von 1985 gilt für die Sommersaison auch nur als Variation: Zurück in die Vergangenheit. Viele Filme der nächsten Monate sind aufgefrischte Variationen alter Stoffe, Fortsetzungen alter Erfolge nach dem Schema „Police Academy Nr. soundsoviel“, oder sie spielen in vergangenen Zeiten. Doch auch die Sci-Fi-Fans und die Freunde verfilmter Computerspiele kommen nicht zu kurz.

          Und es gibt etwas ganz Neues: Mit „Final Fantasy: The Spirit Within“ präsentiert die Traumfabrik ihre erste Produktion mit realistisch wirkenden Menschen-Darstellern ausschließlich aus dem Computer in voller Spielfilmlänge. Dr. Aki heißt die kurvenreiche attraktive Heldin des Streifens, die ihr Leben der Chiptechnik verdankt und als Darling jener Produzenten gilt, die Gagen am liebsten abschaffen würden. „Schauspieler-Gewerkschaft, aufgepasst!“, schrieb die Zeitschrift „Entertainment Weekly“ unter Hinweis auf den drohenden Schauspieler-Streik.

          Wegen der vielen bekannten Titel mit einer Zahl dahinter geistert durch die Kinoseiten und -sendungen der amerikanischen Medien inzwischen das Wort „sequelitis“, was etwa „Fortsetzungskrankheit“ bedeutet. Zu den erfolgsverdächtigten Sequels gehören „Jurassic Park 3“, „Scary Movie 2“, „American Pie 2“, „Rush Hour 2“ und „Dr. Dolittle 2“ und „Die Mumie kehrt zurück“. Und der „Planet der Affen“ darf wieder im Kino besucht werden, nicht als Fortsetzung, sondern als Neuverfilmung des bekannten Sci-Fi-Stoffes.

          In der Sparte monumentales Historienabenteuer steht der Siegerfilm für amerikanische Kritiker bereits fest: „Pearl Harbor“. Die romantische Beziehung zweier Bomberpiloten (Ben Affleck und Josh Hartney) zu einer Krankenschwester (Kate Beckinsale) auf dem von Japanern bombadierten amerikanischen Stützpunkt im Pazifik, Pearl Harbor, wurde mit einem Rekordbudget von 140 Millionen Dollar (305 Millionen Mark) verfilmt. Damit der Film trotzdem gute Gewinne und nicht etwa Ärger einbringt, werden die angriffswütigen Japaner als nette Burschen dargestellt. Schließlich soll der Streifen auch in Japan ein Erfolg werden.

          Tief in die Welt der Historien-Fantasien tauchen die beiden großen Animationsstreifen des Sommers ab, die sich zugleich einen spannenden Wettkampf um die Gunst der Trickfilmfreunde liefern dürften. Disney bringt mit „Atlantis“ eine weitere Version der Suche nach der untergegangenen Stadt in die Kinos, DreamWorks hält mit „Shrek - Der tollkühne Held“ dagegen. Weithin unangefochten dürfte im Sci-Fi-Bereich Steven Spielbergs neuer Film „A.I.“ um einen Jung-Roboter sein, der sich unter die Menschen mischt. Spielberg verwirklichte damit ein Projekt seines verstorbenen Kollegen und Freundes Stanley Kubrick. Zur Besetzung gehören Haley Joel Osment, Jude Law und Frances O'Connor.

          Mindestens zehn Hollywood-Streifen könnten nach Schätzungen der Branche in diesem „vollgepackten Sommer“ allein an den amerikanischen Kinokassen die 100-Millionen-Dollar-Marke überspringen. Dazu gehört auch der PC-Spielfilm „Tomb Raider“ mit Angelina Jolie als Lara Croft. Nach so einem Superaufgebot kann, soweit abzusehen, im Herbst nur ein Film noch größere Wellen schlagen als die Sommerhits: „Harry Potter und der Stein der Weisen“.

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