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Film : Charles Bronson ist tot

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Charles Bronson, 1921 - 2003 Bild: Photoreporters

Der amerikanische Schauspieler Charles Bronson ist tot. Nach einem mehrjährigen Alzheimerleiden starb er am Samstag in einem Krankenhaus in Los Angeles im Alter von 81 Jahren an einer Lungenentzündung.

          Der amerikanische Schauspieler Charles Bronson, einer von Hollywoods legendären „harten Männern“, ist tot. Nach einem mehrjährigen Alzheimerleiden starb der Leinwandheld am Samstag in einem Krankenhaus in Los Angeles im Alter von 81 Jahren an einer Lungenentzündung. Er befand sich schon seit Wochen im Krankenhaus. Dies teilte seine Sprecherin Lori Jonas am Sonntag mit. Bronson war am 3. November 1921 - nach anderen Angaben 1920 oder 1922 - als Charles Buchinsky als elftes von 15 Kindern einer aus Litauen eingewanderten Bergarbeiterfamilie in Ehrenfeld im Bundesstaat Pennsylvania zur Welt gekommen.

          Charles Bronsons Karriere begann 1948 an verschiedenen New Yorker Theatern. 1951 gelangte er schließlich zum Film und bekam 1958 seine erste Hauptrolle. Während er in den Vereinigten Staaten weitgehend unbeachtet blieb, setzte er sich in Europa rasch durch. Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ (1969) brach in Frankreich alle Kassenrekorde, nur wenig später galt Bronson als der populärste internationale Filmstar. Der Mann mit dem zerfurchten Gesicht spielte in fast hundert Filmen mit. Den größten Publikumserfolg feierte Bronson 1974 mit dem umstrittenen Thriller „Ein Mann sieht rot“, von dem bis 1993 vier Fortsetzungen gedreht wurden. In dem Selbstjustiz-Krimi wird er als unbarmherziger Rächer selbst zum Mörder.

          Letzte Rolle 1998

          Auf der Leinwand war er häufig an der Seite seiner zweiten Ehefrau, der Schauspielerin Jill Ireland, zu sehen, mit der Bronson 22 Jahre lang verheiratet war. Vier Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Auftritt in dem Film „Der Mordanschlag“ (1986) starb die Schauspielerin an Krebs. Bronson stand danach nur noch selten vor der Kamera. 1993 konnte man den ergrauten Star für die Kapitänsrolle in „Der Seewolf“ gewinnen. Als Mordinspektor in der Serie „Family of Cops“ trat er 1998 zum letzten Mal auf.

          Durchbruch mit „Spiel mir das Lied vom Tod” (1969)

          Bronson zog selbst sieben Kinder groß. 1998 ging er noch eine Ehe mit der 40 Jahre jüngeren Fernsehproduzentin Kim Weeks ein. Das Paar war nur selten in der Öffentlichkeit zu sehen. Der in den 70er Jahren als „populärster Schauspieler“ mit einer Golden Globe-Trophäe gekürte Star war trotz seiner Hollywood-Erfolge ein verschlossener Außenseiter, der sich am liebsten auf sein Anwesen in Malibu und eine Ranch in Vermont zurückzog.

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