https://www.faz.net/-gqz-31e6

Fernsehwoche, 8.-14.12. : Eine Woche der Dichter und Denker

  • Aktualisiert am

ARD, Krimidrama, 20.15 Uhr: Schimanski: Kinder der Hölle Bild: ARD

100 Jahre Nobelpreis, letzte Sendung des „Literarisches Quartetts“ - interessante Rückblicke und andere Fernseh-Highlights.

          3 Min.

          Das Fernseh-Wochenende steht ganz im Zeichen der Verleihung der Nobelpreise am 10. Dezember. Ein künftiger Literaturnobelpreisträger wird möglicherweise noch am Freitagabend, in der letzten Sendung des „Literarischen Quartetts“ entdeckt.

          Samstag, 8. Dezember

          Porträts zweier großer Persönlichkeiten prägen den Samstag:

          SWR, Porträt, 21.50 Uhr: Kofi Annan

          Am 10. Dezember wird dem UN-Generalsekretär in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen. Das Porträt zeigt den für eine zweite Amtszeit einstimmig wiedergewählten Annan auf einer Friedensmission im Kongo und mit seiner Frau zu Hause in New York. Annan reflektiert in dem Beitrag unter anderem über die gestärkte Rolle der UNO nach dem 11. September.

          BR, Themenabend, 22.45 Uhr: Georg-Stefan-Troller-Geburtstagsnacht

          Die Geburtstagsfeierlichkeiten für Georg Stefan Troller gehen weiter. Der Bayerische Rundfunk wiederholt Trollers bereits von Arte gesendete „Selbstschreibung“ und zeigt anschließend „Hollywood-Profile“ über Woody Allen (von 2001) und Lauren Hutton (von 1999).

          Sat.1 sendet um 20.15 Uhr Til Schweigers „Der Eisbär“ in deutscher TV-Erstausstrahlung. Regisseur Schweiger konnte für seine Gangsterkomödie ein interessantes Ensemble zusammentrommeln, zu dem Benno Fürmann, Jürgen Tarrach, Ralf Richter, Heiner Lauterbach sowie Tom Gerhardt und Leander Haußmann gehören.

          Sonntag, 9. Dezember

          ARTE, Themenabend, ab 20.45 Uhr: 100 Jahre Literaturnobelpreis

          100 Jahre Wertsteigerung hat der morgen verliehene Literaturnobelpreis jetzt hinter sich. Aus diesem Anlass widmet sich Arte in drei Beiträgen seiner bewegten Geschichte. Ab 20.45 Uhr gibt es Franco Rosis Verfilmung von Marquez' „Chronik eines angekündigten Todes“ mit Ornella Muti.

          Der Beitrag „Club der noblen Dichter“ montiert ab 22.30 Uhr seltenes Archivmaterial vergangener Preisverleihungen mit aktuellen Statements zu der berühmten Auszeichnung, unter anderem von Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki - beide aus Sicherheitsgründen getrennt voneinander befragt.

          Abgerundet wird der Themenabend von einem Porträt des diesjährigen Preisträgers V.S. Naipaul.

          ARD, Krimidrama, 20.15 Uhr: Schimanski: Kinder der Hölle

          Im neuen „Schimanski“ ermittelt Götz George im Kinderprostitutionsmilieu. Der Fall geht an die Nieren, zumal er eine deutsche Realität aufzeigt. Die Zahlen von Missbrauchsfällen in Deutschland sind alarmierend.

          ZDF, Comedy, 22 Uhr: studio bach

          „studio bach“ bedeutet nicht etwa: Bach-Kantaten auf der Studio-Bühne, sondern bezeichnet die neue Comedy-Show von Dirk Bach, die künftig einmal im Monat ausgestrahlt werden soll.

          Montag, 10. Dezember

          Der Festakt zur Verleihung des Friedensnobelpreises wird von der ARD ab 13 Uhr übertragen. Phoenix widmet sich dem Thema ausführlich ab 11 Uhr.

          ARTE, Milieudrama, 20.45 Uhr: Asphalt Cowboys

          Immer wieder beeindruckend: Jon Voight, Vater von Angelina Jolie, spielt einen etwas einfältigen Stricher, der sich auf den Straßen von New York mit einem tuberkulosekranken Kleinkriminellen (glänzend: Dustin Hoffman) anfreundet. Ein anrührender und zugleich kraftvoller Film über zwei Loser und ihre Träume. Toller Soundtrack!

          Dienstag, 11. Dezember

          ARTE, Themenabend, ab 20. 45 Uhr: USA - Drei Monate danach

          Zwei Reportagen versuchen sich an einem Psychogramm Amerikas fast 100 Tage nach den Anschlägen. Die Leitfragen sind „Ein anderes New York?“ (20.45 Uhr) und „Ein anderes Amerika?“ (21.55 Uhr).

          Mittwoch, 12. Dezember

          ARTE, Reportage, 19 Uhr: Logbuch der Schöpfung (1)

          In der vierteiligen Wissenschaftsdokumentation zeichnen Volker Arzt und Heinz von Matthey die Geschichte der Evolution nach. Der erste Teil widmet sich der Entwicklung des Gesichtssinnes am Beispiel unterschiedlicher Tiere.

          Donnerstag, 13. Dezember

          ARTE, Themenabend, ab 20.45 Uhr: Sartre, Querdenker und Philosoph

          Im Jahre 2001 wäre der vor 21 Jahren verstorbene Sartre 96 Jahre alt geworden. Dass der euopäische Fernsehsender Arte ohne Anlass eines runden Geburts- oder Todestages an den französischen Philosophen erinnert, zeigt seine ungebrochene Aktualität und Popularität in seinem Heimatland.

          ARD, Thrillerkomödie, 20.15 Uhr: Liebe. Macht. Blind

          Das ist doch mal eine Story: Tierfutterfabrikant Brummer (Armin Rohde) lässt sich von Konsul Stahlberg (Götz George) einen Doktortitel samt verarmter Aristokratin (Barbara Auer) verkaufen. Den Doktortitel darf Brummer behalten, die Aristokratin nicht. In die hat sich nämlich der Konsul selbst verliebt und brennt mit ihr, da die Liebe auf Gegenseitigkeit beruht, nach Afrika durch, zu Anna von Walenbergs Bruder. Dr. Brummer ist jetzt natürlich hinter seinem Geld für Anna her. Annas Bruder Bela (Sylvester Groth) hingegen ist hinter Brummer her, weil auch er ihn anzapfen möchte. Zum Glück ist Tierfutter krisensicher.

          Freitag, 14. Dezember

          ZDF, Literatur-Sendung, 22.20 Uhr: Das Literarische Quartett

          Nach 60 Sendungen kennt ihn jeder, den letzten Satz aus Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“, mit dem Marcel Reich-Ranicki jeweils das „Literarische Quartett“ beschloss: „Der Vorhang fällt und alle Fragen offen“. Der Vorhang fällt nun endgültig und die Frage bleibt offen: Wie wird die Nachfolge-Sendung aussehen?

          Ab 1.05 Uhr zeigt das ZDF einen Rückblick mit dem Titel „Herrrlich! Grrrässlich!“. Nicht jeder Schriftsteller wird hier gerne einschalten.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Zum Tod von Diego Maradona : In den Händen Gottes

          Bei der WM 1986 wurde er in Argentinien zum Heiligen. Er war einer, der es nach ganz oben schaffte. Nun muss die Fußball-Welt sich von einem ihrer größten Spieler verabschieden: Im Alter von nur 60 Jahren ist Diego Armando Maradona gestorben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.