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Fernsehwoche, 8.-14.10. : Bücher-Shows, Porträts und Film-Feste

ARD: Heiner Lauterbach spielt Axel Springer in „Der Verleger” Bild: ARD

Das Fernsehprogramm steht in dieser Woche ganz im Bann der Frankfurter Buchmesse. Einschalt-Tipps von FAZ.NET.

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          Selbst überzeugte Buchstabengläubige werden in dieser Woche versucht sein, auch das Fernsehen einzuschalten, um sich im Rahmen der Frankfurter Buchmesse einen möglichst kompakten Überblick über Autoren, Verleger und Neuerscheinungen zu verschaffen.

          Uwe Ebbinghaus

          Redakteur im Feuilleton.

          Montag, 8. Oktober

          VOX, Städteporträt, 22.10 Uhr: Metropolitane Perspektiven. Wien unterirdisch

          Bei Vox gibt es ein Wiedersehen mit dem Fluchtort von Orson Welles in dem Krimiklassiker „Der Dritte Mann“ von 1949. Die Dokumentation über die Unterwelt Wiens - mit ihren Kanälen, Katakomben, Gruften und Verstecken - fördert einige gruselige Funde zu Tage. Die Wiener wird es nicht stören, wird ihnen doch seit jeher ein besonders vertrauter Umgang mit dem Tode nachgesagt.

          Dienstag, 9. Oktober

          ARD, Biografisches Drama, 20.15 Uhr: Der Verleger (1)

          Grimme-Preisträger Bernd Böhlich hat sich an das Porträt eines ebenso erfolgreichen wie umstrittenen Deutschen gewagt: an das Axel Springers, der mehrere Jahrzehnte deutscher Geschichte publizistisch prägte. 1949 trotzte Springer den Alliierten eine Zeitungslizenz ab, 1958 gehörte ihm bereits das größte Verlagshaus Europas, in den 60er Jahren wurden seine Erzeugnisse zum roten Tuch der Studentenbewegung.

          Heiner Lauterbach zeigt den Menschen hinter dem legendären Namen. Teil 2 folgt am Mittwoch um die gleiche Zeit.

          Mittwoch, 10. Oktober

          SWR, Kulturmagazin, 0.05 Uhr: Literatur im Foyer extra

          Das Südwestfunk-Magazin informiert über Trends und Höhepunkte der Frankfurter Buchmesse. Im Studio spricht Michael Krüger, der Chef des Hanser Verlags, über Umberto Eco. Harry Mulisch stellt sein neues Werk („Siegfried“) vor.

          ARD, Familiendrama, 0.35 Uhr: Das Fest

          Der Patriarch Helge Klingenfeldt wird 60 und richtet zu diesem Anlass ein großes Familienfest aus. Alles verläuft wie geplant, bis sein Sohn Christian sich erhebt und eine Bombe platzen lässt: Vor allen erklärt er, Klingenfeldt habe ihn und seine Schwester jahrelang sexuell missbraucht. Thomas Vinterbergs eindrucksvoller Film gilt als gelungenstes Werk der Dogma-Schule.

          Donnerstag, 11. Oktober

          MTV, Magazin, 22 Uhr: Lesezirkel

          Vielleicht fällt dem Pop-Literaten Benjamin von Stuckrad-Barre ja zur Buchmesse etwas Originelles ein. Die ersten beiden Folgen seines „Lesezirkels“ waren fehlkonzipiert.

          ARTE, Großstadt-Roadmovie, 20.45 Uhr: Lola rennt

          Endlich rennt sie auch durchs deutsche Fernsehen: Franka Potente als Lola. Tom Tykwers Werk gehört zu den weltweit beachtetsten deutschen Filmen aller Zeiten. Von daher war es nur folgerichtig, dass Lola die Taufpatin des Deutschen Filmpreises wurde.

          Freitag, 12. Oktober

          ARTE, Porträt, 20.45 Uhr: Abschied - Brechts letzter Sommer

          Bertolt Brecht wurde nur 58 Jahre alt. Seine letzten „Sommerferien“ verbrachte er, umgeben von Helene Weigel und einigen (Ex-)Freudinnen in Buckow, einem Erholungsort in der Märkischen Schweiz. In diesen Tagen zeigt ihn Jan Schütte als egomanen, abgespannten Frauenhelden mit schwachem Herzen. Kurios, dass Schütte sich ausgerechnet für Josef Bierbichler als Bertolt Brecht entschied, der zwar - wie Brecht - Bayer und leidenschaftlicher Theatermacher, rein körperlich aber ein ganz anderer Typ ist.

          Samstag, 13. Oktober

          WDR, Literaturtalk, 22.15 Uhr: Die große Bücherschau

          Sollte Thomas Gottschalk sich ausnahmsweise mit „Wetten dass ...?“ beeilen, könnten theoretisch Millionen Fernsehzuschauer rechtzeitig zur „Großen Bücherschau“ im WDR rüberschalten, wo Klaus Bednarz und Gisela Marx mit namhaften Autoren über ihre Werke sprechen. Zu Gast sind unter anderem: Juli Zeh, Thomas Hettche und Barbara Frischmuth.

          Sonntag, 14. Oktober

          ARD, Preisverleihung, 11 Uhr: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (live)

          Der Preisträger des Jahres 2001 heißt Jürgen Habermas. Die Laudatio in der Frankfurter Paulskirche hält Jan Philipp Reemtsma.

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          Das RKI meldet 379 Todesfälle binnen 24 Stunden. Am Freitag wurde die Marke von einer Million Covid-19-Fällen in Deutschland überschritten. Die Zahl der Neuinfektionen liegt unter dem Stand der Vorwoche.

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