https://www.faz.net/-gqz-oly4

Fernsehwoche, 7. bis 13. Februar : Todesfolgen, Todestage

  • Aktualisiert am

Für den Schlaf und seine Wandlungen hat Arte einen ganzen Abend reserviert Bild: WDR

Ein Familienvater richtet im Schlaf Unheil an, eine Frau läßt sich mit einem kriminellen Halbstarken ein, und Immanuel Kant wird zum 200. Todestag vergegenwärtigt. Die Fernsehwoche im Überblick von FAZ.NET.

          3 Min.

          Ein Menschenfeind wird schlicht gebraucht, ein Familienvater bleibt beim Schlafen nicht liegen, eine junge Frau läßt sich im Urlaub auf Korsika mit einem jugendlichen Kriminellen ein. Eine junger Koreaner schlägt sich in Japan durch, eine Stewardeß trickst und gewinnt. Und Immanuel Kant wird zum 200. Todestag mit einem Essay vergegenwärtigt. Die Fernsehwoche im Überblick von FAZ.NET.

          Samstag, 7. Februar

          Pro7, Komödie, 20.15 Uhr: Besser geht's nicht

          Bestseller-Autor Melvin Udall (Jack Nicholson) hat einen Sauberkeitsfimmel und tiefe Abscheu vor allem, was der Ordnung seines Lebens gefährlich werden kann. Eines Tages wird er vom Freund seines schwulen Nachbarn gebeten, auf dessen Pinscher aufzupassen. Dabei kann er Hunde nicht ausstehen. Außerdem kann er die Kellnerin in seinem Stammcafé nicht mehr malträtieren, weil sich die um ihren kranken Sohn kümmern muß. Was tut ein passionierter Menschenfeind in einer solchen Lage? Er wird aktiv. Und was tut dessen Leben? Es gerät gehörig aus dem Gleichgewicht.

          Sonntag, 8. Februar

          Arte, Themenabend, 20.45 Uhr: Schlafwandel

          Einen Spielfilm und zwei Dokumentationen zeigt Arte in diesem Themenabend. In der schwedisch-norwegischen Produktion „Der Schlafwandler“ wacht ein Familienvater, der am Vorabend seine Schlaftabletten mit Alkohol heruntergespült hatte, in einer furchtbaren Lage auf: blutüberströmt und allein im Haus. Mit Hilfe einer Videokamera kommt er seinen Schattenseiten auf die Spur. Die anschließende Dokumentation stellt das Phänomen Schlafwandel anhand der Geschichten Betroffener vor und läßt Schlafforscher zu Wort kommen. Die dritte Sendung collagiert die Schilderungen von Schlafwandler und ihren Angehörigen.

          Montag, 9. Februar

          Arte, Drama, 20.40 Uhr: Der Felsen

          Der Urlaub einer jungen Frau mit ihrem verheirateten Liebhaber auf Korsika endet unplanmäßig mit der Trennung des Paares. Katrin kann sich nicht zu einer Abreise durchringen. Sie bleibt und läßt sich auf einen straffälligen Teenager ein, der mit seinem Bruder in einem Resozialisierungscamp untergebracht ist. Die drei flüchten in die Berge. Als Katrin die beiden Jugendliche, deren Lebensgier sie überfordert, verläßt, eskaliert die Situation. Dominik Grafs Kinofilm war vor zwei Jahren eine der deutschen Hoffnungen im Wettbewerb der Berlinale.

          Dienstag, 10. Februar

          Arte, Themenabend, 20.40 Uhr: Was uns auf den Nägeln brennt - Amerika, Europa und der Krieg

          Sind die Vereinigten Staaten und Europa dazu verurteilt, ihre jeweilige Weltsicht gegeneinander abzugrenzen und zu verteidigen? Welchen Nutzen bringt der Krieg Europa, welchen Amerika? Setzen die Menschen auf beiden Seiten des Atlantik ihr Leben für dieselben Wertvorstellungen aufs Spiel? Gibt es gerechte Kriege? In zwei Dokumentationen mit anschließender Diskussion untersucht der Arte-Themenabend die neo-konservativen Pläne und Perspektiven in Amerika und das Potential Europas als eigenständige Militärmacht.

          Mittwoch, 11. Februar

          WDR, Drama, 23.15 Uhr: Go

          Sugihara, ein Halbstarker in Japan, liebt Basketball, Gehabe und das Risiko. Sein Vater hat wenig Verständnis für seine waghalsigen Unternehmungen. Auf die lebensgefährlichen Mutproben des Jungen kann der ehemalige Amateurboxer nur mit Schlägen antworten. Was Sugihara in Liebesdingen etwas bremst. Sugiharas eigentliches Problem ist deutlich größer: Als Sohn koreanischer Einwanderer gerät er mitten hinein in die gegenseitigen Antipathien zwischen Korea und Japan, die sich offensichtlich auch immer noch in die sportlichen Wettkämpfe hinein fortsetzen.

          Donnerstag, 12. Februar

          3Sat, Essay, 20.15 Uhr: Kant Reloaded

          Am 200. Todestag des Königsberger Philosophen verspricht 3Sat einen Sendung mit Spagat: Sie will zugleich ins Denken des großen Aufklärers einführen, dessen Aktualität veranschaulichen und auch den Menschen Immanuel Kant vorstellen - ohne Puder und Perücke. Hoffentlich auch ohne das Wortgeklingel, das der Titel des Filmessays verheißt.

          Freitag, 13. Februar

          ARD, Krimidrama, 23.10 Uhr: Jackie Brown

          Jackie Brown, Stewardeß einer zweitklassigen Fluglinie zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten, wird am Flughafen mit zuviel Geld in den Taschen erwischt. Sie hat sich als Kurier eines Kriminellen ein Zubrot verdient. Für den ist sie nun zum Sicherheitsrisiko geworden, er läßt sie durch einen Kautionsmakler aus dem Gefängnis holen, um sie zum Schweigen zu bringen. Doch Jackie weiß sich zu wehren und inszeniert ein waghalsiges Doppelspiel um Geld und Leben. Nach „Pulp Fiction“ hat Quentin Tarantino mit „Jackie Brown“ eine Maßarbeit für seine Hauptdarstellerin Pam Grier gedreht, eine Hommage an diese Ikone des Gangsterfilms der Siebziger - und einen bewegenden Film über die Liebe und das Altern.

          Weitere Themen

          Der Stolz des Gießers

          Bronzeskulpturen in Florenz : Der Stolz des Gießers

          Graf Zahl der Medicis: Der Florentiner Palazzo Pitti zeigt in der Ausstellung „Plasmato dal Fuoco“ die Schönheit der Bronzeskulpturen unter den letzten Medici-Großherzögen. Und eine ganz besondere „Venus“.

          Mehr Blair fürs Volk

          Nach den britischen Wahlen : Mehr Blair fürs Volk

          Boris Johnson ist mit voller Wucht gegen die „rote Mauer“ des Labour-Herzlands gefahren und hat große Teile davon zum Einsturz gebracht. Warum fühlt man sich jetzt dennoch an einen früheren Labour-Premier erinnert?

          Topmeldungen

          Nach den britischen Wahlen : Mehr Blair fürs Volk

          Boris Johnson ist mit voller Wucht gegen die „rote Mauer“ des Labour-Herzlands gefahren und hat große Teile davon zum Einsturz gebracht. Warum fühlt man sich jetzt dennoch an einen früheren Labour-Premier erinnert?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.