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Fernsehwoche, 7.-13.12. : Omas große Liebe

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Frohe „Weihnachten”: Am Donnerstag im Ersten Bild: WDR

Künstler auf Schalke, Liebende in Japan, Weihnachten in Köln, Städter auf Landpartie und ein Road-Movie aus Europa: Die FAZ.NET-Fernsehwoche.

          Künstler auf Schalke, Liebende in Japan, Weihnachten in Köln, Städter auf Landpartie und ein europäisches Road-Movie, das einen Italiener und einen Franzosen durch Skandinavien nach Hamburg führt: Dies und noch mehr bietet die Fernsehwoche. Der Überblick von FAZ.NET.

          Samstag, 7. Dezember

          Sat.1, Tragikomödie, 20.15 Uhr: Jakob, der Lügner

          Peter Kassovitz' Remake von Frank Beyers DDR-Film nach dem Roman Jurek Beckers. Robin Williams spielt den Titelhelden, der 1944 in einem polnischen Getto zufällig das Radio des Wachpersonals hört und erfährt, dass die sowjetische Armee weitaus näher ist, als er dachte. Um seinen Freund Kowalsky (Bob Balaban) vom Selbstmord abzuhalten, erzählt er ihm die Neuigkeit. Im Nu verbreitet sich das Gerücht, Jakob besitze ein Radio (was strengstens verboten ist und mit dem Tode bestraft wird). Inszenierte Beyer den Stoff als Kammerspiel, das aus der Kulissenhaftigkeit seiner Dekors kein Hehl machte, ist Kassowitz um eine naturalistische Darstellung bemüht. Die Gewalt, im Defa-Film nur indirekt gezeigt, setzt er bisweilen drastisch ins Bild. Dem Film fällt es bei allem Humor schwer, den Aberwitz Beckers zu treffen.

          Arte, Road Movie, 22.30 Uhr: Dream, Dream, Dream

          Zwei Männer, ein Franzose und ein Italiener, sind mal eben zum Nordkap gefahren. Einfach so. Jetzt müssen sie sehen, wie sie zurückkommen: 3.600 Kilometer sind es bis Hamburg. Anne Alix' Film (Original mit Untertiteln), eine deutsch-französische Koproduktion, trägt mit jedem Meter Wegstrecke den Gedanken des europäischen Zusammenwachsens voran. Mit von der Partie ist unter der anderem der Kaurismäki-Star Kai Outinen.

          Sonntag, 8. Dezember

          ARD, Krimi, 20.15 Uhr: Schimanski. Asyl

          Der alte Ruhrpott-Rabauke ganz am Puls der Zeit: Schimanski kümmert sich um einen jungen Tschetschenen, der als einziger einen unmenschlichen Flüchtlingstransport überlebt hat, und ermittelt gegen den Kopf der Schlepperbande.

          Arte, Themenabend, 20.45 Uhr: Das Miss-Syndrom

          Interessiert sich noch jemand dafür, welche junge Frau gestern in London zur Miss World gekürt wurde, nachdem Ende November in Nigeria, wo die Veranstaltung eigentlich stattfinden sollte, 200 Menschen bei durch Religionsfanatiker ausgelösten Unruhen starben? Die Vorgänge in Nigeria werden in dem Arte-Themenabend allenfalls am Rande auftauchen. Das Programm beginnt mit dem Film „Dream“, in dem eine junge Engländerin von einer Model-Karriere träumt, beschäftigt sich um 22.20 Uhr in „Und Gott schuf die Miss“ mit dem Schönheitsköniginnen-Paradies Venezuela, blickt um 23.15 Uhr in „Miss - Erfolge“ nach Deutschland und schließt um 0.00 Uhr mit der Betrachtung „Schönheit - verzweifelt gesucht“.

          ZDF, Jahresrückblick, 21.50 Uhr: Menschen 2002

          Der Erfolgsautor Dieter Bohlen; das Ex-Botschafter-Ehepaar Thomas Borer und Shawn Borer-Fielding; das Sangesduo „Las Ketchup“; der Kanzlerkandidat Edmund Stoiber; der Moderator Johannes B. Kerner: was für ein Jahr! Gut, dass es bald vorüber ist.

          Montag, 9. Dezember

          WDR, Dokumentation, 22.30 Uhr: die story - Flucht in den Tod

          So etwas wie das reale Ergänzungsprogramm zum ARD-„Schimanski“ vom Sonntag: 1996 ertranken 283 Flüchtlinge vor Siziliens Küste. Die Dokumentation schildert, was damals geschah.

          Dienstag, 10. Dezember

          ZDF, Reportage, 22.15 Uhr: 37° - Der Mann ohne Gedächtnis

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