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Fernsehwoche, 5. bis 11. Juli : Der Richter und die Rächerin

  • Aktualisiert am

„Nachts, wenn der Tag beginnt”: Christian Redl, Nina Petri Bild:

Die Star-Suche in Deutschland geht weiter, diesmal bei Sat.1. Außerdem in der Fernsehwoche: Ein Macho auf Wohnungssuche, tabusprengende Frauen, ein Retro-Quiz mit Karl Dall und ein Psychoduell auf Arte.

          Die Star-Suche in Deutschland geht weiter, diesmal bei Sat.1. Außerdem in der Fernsehwoche: Ein Macho auf Wohnungssuche, tabusprengende Frauen, ein Retro-Quiz mit Karl Dall und ein Psychoduell auf Arte. Der Überblick von FAZ.NET.

          Samstag, 5. Juli

          Sat.1, Casting-Show, 19 Uhr: Star Search

          Dies also ist der „Deutschland sucht den Superstar“-Klon von Sat.1, moderiert von Kai Pflaume. Gesucht wird nach den besten Sängern, Models und Komikern, in der Jury sitzen - o Graus - Jeanette Biedermann, Hugo Egon Balder und Alexandra Kamp.

          ARD, Show, 20.15 Uhr: Deutschland Champions

          Und nochmal o Graus: Gerd Rubenbauer, Sabrina Staubitz und Mirco Nontschew moderieren diese Show, mit der die ARD nicht „Deutschland sucht den Superstar“, sondern die Schmierseifen-Sendung „Spiel ohne Grenzen“ klont.

          Sonntag, 6. Juli

          ARD, Krimi, 20.15 Uhr: Tatort. Rosenholz

          Gutes Timing: Gerade ist bekanntgegeben worden, daß die sagenumwobenen „Rosenholz“-Akten freigegeben werden sollen, die Aufschluß über die West-Spionage der Stasi geben sollen, da sendet der RBB seinen „Tatort“ mit Titel und Thema „Rosenholz“. Die Kommissare Ritter und Stark (Dominic Raacke, Boris Aljinovic) bekommen es mit brisanten Papieren, einem erpreßbaren Politiker und einer investigativen Journalistin (Aglaia Szyszkowitz) zu tun - und, natürlich, mit einem Mord.

          Montag, 7. Juli

          RTL 2, Containershow, 20.15 Uhr: Big Brother - The Battle: das Finale

          Was denn, schon vorbei? Hm, auch egal.

          ZDF, Drama, 20.15 Uhr: Abc des Lebens

          Viktor, alleinerziehender Vater eines elfjährigen Sohnes, verdient sein Geld mit Gelegenheitsjobs. Nur sein Sohn Simon kennt die geheime Achillesferse des Vaters: Er kann nicht lesen und nicht schreiben und ist ohne Simons Hilfe im Alltag aufgeschmissen. Fernsehfilm von Titus Selge mit Jan-Gregor Kemp und Anica Dobra.

          Arte, Drama, 20.40 Uhr: Allein

          In Benito Zambranos spanischem Debütfilm, der bei der Berlinale 1999 unerwartet den Publikumspreis erhielt, sind die Protagonisten von der Welt getrennt. Eine Mutter und ihre Tochter versuchen, die Isolation zu durchbrechen. Zambranos Blick auf die Mutter ist an seine eigenen Erfahrungen gebunden: Ihm sei während des Schreibens klargeworden, daß er von seiner eigenen Familie spreche. Und so ist sein Film alles andere als exzentrisch, mit verbranntem Essen und rosa Wolle manchmal geradezu banal, was dem Film mit dem Minibudget seine Glaubwürdigkeit verleiht.

          Dienstag, 8. Juli

          Sat.1, Komödie, 20.15 Uhr: Sind denn alle netten Männer schwul?

          Carlo (Marc Hosemann) erfährt von seinem schwulen Freund Erik (Marco Rima), daß bei dessen Freundin Mala (Floriane Daniel), einer Medizinstudentin, ein Zimmer frei ist. Dieses will sie, seit ihr Freund sie zu Hause auf der Trimmbank mit einer anderen betrog, nur noch an einen netten, ordentlichen Schwulen vergeben. Geblendet von der eigenen Klischeevorstellung, dauert es lange, bis Mala realisiert, daß Carlo seine Rolle bloß spielt, weil er ein Zimmer zum Lernen braucht. Daß Sibylle Tafels Fernsehfilm von 1999 von Klischees nur so strotzt, ist aber neunzig amüsante Minuten lang auch sein Verdienst. Denn er macht deutlich, das statische Rollenbilder nicht nur Nach-, sondern auch Vorteile haben, nicht nur bei der Wohnungssuche.

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