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Fernsehwoche 5.-11.10. : Bond trifft Blond

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Erwachsenwerden ist ganz schön aufregend: Robert Stadlober in „Crazy”, am Donnerstag bei Pro Sieben Bild: dpa

Fünfmal in dieser Fernsehwoche rettet James Bond die Welt. Sat.1 schickt eine Fast-Namensvetterin ins Rennen: die Kommissarin Eva Blond.

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          Vor 40 Jahren kam der erste James-Bond-Film ins Kino, und weil das Agentendasein so aufreibend ist, kämpft inzwischen schon 007 Nummer 5 gegen das Böse. Das Fernsehen feiert das Jubiläum naturgemäß mit dem Griff ins Archiv: Gleich fünf Bond-Filme laufen in dieser Woche, allein vier davon am Samstag.

          Ein reizvolles Duell liefern sich Sean Connery („007 jagt Dr.No“, 1962, RTL) und Roger Moore („Der Spion, der mich liebte“, 1977, ARD) um 20.15 Uhr. Die ARD schickt zwei weitere Bonds hinterher: um 22.35 Uhr „Lizenz zum Töten“ von 1989 (mit Timothy Dalton), um 0.50 Uhr „Diamantenfieber“ (1971). Am Montag heißt es dann im HR um 20.15 Uhr „Man lebt nur zweimal“ (1966). Sat.1 hat keinen 007-Film im Angebot, präsentiert aber erstmals eine neue Kommissarin und Fast-Namensvetterin des Briten: Eva Blond.

          Samstag, 5. Oktober

          Sat.1, Satire, 20.15 Uhr: Helden wie wir

          Nicht am Tag der Deutschen Einheit, aber in unmittelbarer Nähe zeigt Sat.1 die beiden DDR-Komödien „Helden wie wir“ und „Sonnenallee“, deren Drehbuch jeweils von Thomas Brussig stammt. Die Verfilmung von „Helden wie wir“, dem Roman um den Anti-Helden und unfreiwilligen Maueröffner Klaus Uhltzscht, treibt in ihrer ganz zauberhaften ersten halben Stunde die Farce noch weiter als das Buch und erfreut durch die Besetzung von Nebenrollen mit den DDR-Legenden Gojko Mitic und Renate Krößner. Nach dieser halben Stunde aber geht Sebastian Petersons Film weder ästhetisch noch inhaltlich über durchschnittliche Fernsehkomödien hinaus.

          Sonntag, 6. Oktober

          Sat.1, Komödie, 20.15 Uhr: Sonnenallee

          Weit erfolgreicher als „Helden wie wir“ war Leander Haußmanns „Sonnenallee“: weniger ein zusammenhängender Film als vielmehr eine nostalgische Nummernrevue über eine DDR, die zu lustig ist, als dass sie wahr gewesen sein könnte. Im Anschluss (22.15 Uhr) zeigt Sat.1 eine Dokumentation über das Leben Jugendlicher in der DDR. An sich ein lobenswertes Unterfangen, das leider völlig konterkariert wird durch die Idee, dem Film den Titel einer typischen RTL-2-„Reportage“ aufzudrücken: „Busen, Broiler und Bananen - Nackte Tatsachen aus der DDR“.

          ARD, Gangsterfilm, 0.00 Uhr: Ghost Dog - Der Weg des Samurai

          Passenderweise zur Geisterstunde zeigt die ARD diesen Jim-Jarmusch-Film aus dem Jahr 1999. Ghost Dog heißt so, weil er keine Spuren hinterlässt. Wenn er einkaufen geht, grüßen ihn die Ghetto-Kids auf der Straße respektvoll mit diesem Namen. Ghost Dog ist ein einsamer Samurai in Amerika, ein Profikiller, der sich mit einer degenerierten Mafia-Sippe herumschlägt. Ein langsamer, für Jarmusch-Verächter wahrscheinlich sogar langweiliger Film.

          Montag, 7. Oktober

          ZDF, Drama, 20.15 Uhr: Tödliches Rendevouz - Die Spur führt nach Palma

          Der Regisseur Wolf Gremm hat den Kumpels Heiner Lauterbach und Heinz Hoenig eine Dienstreise nach Mallorca ermöglicht. Dort spielt Lauterbach einen Paparazzo, der von einem Immobilienmakler (Hoenig) gebeten wird, dessen verschwundene Tochter aufzuspüren. Ebenfalls dabei sind Helmut Zierl und Sandra Speichert.

          Dienstag, 8. Oktober

          Arte, Themenabend, 20.45 Uhr: Forschung um jeden Preis?

          Der Abend zum Thema Gentechnik umfasst die beiden französischen Dokumentationen „Klonen - Der Mensch aus dem Labor?“ (20.45 Uhr) und „Zankapfel Gentechnik - Risiken und Chancen“ (21.35 Uhr) sowie eine Gesprächsrunde (22.25 Uhr).

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