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Fernsehwoche, 3. bis 16. Mai : Berichte aus Bonn

  • Aktualisiert am

Windig: Franziska Petri in „Tage des Sturms” (ARD) Bild: MDR/Krajewski

Wie macht sich eine Krankenschwester als Kommissarin? Was hat Katarina Witt mit Nina Hagen zu tun, was Fassbinder mit „Derrick“? Und wie wohnten eigentlich unsere Kanzler? Antworten liefert die Fernsehwoche.

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          Wie macht sich eine Krankenschwester als Kommissarin? Was hat Katarina Witt mit Nina Hagen zu tun, und was Rainer Werner Fassbinder mit „Derrick“? Und wie wohnten eigentlich unsere Kanzler? Antworten liefert die Fernsehwoche. Der Überblick von FAZ.NET.

          Samstag, 3. Mai

          RTL, Musik-Special, 22.15 Uhr: Absolut Madonna

          Die von der Diva zum Familientier mutierte Sängerin läßt sich vom RTL-Knuddelbär Oliver Geissen interviewen - aber sicher nicht stolze 95 Minuten lang, die der Sender für „Absolut Madonna“ angesetzt hat. Gefüllt wird die Sendezeit folglich nicht nur mit dem Smalltalk und mit Werbung, sondern mit einem Rückblick auf die rund 20 Jahre währende Showkarriere Madonnas.

          Sonntag, 4. Mai

          Arte, Musikreihe, 19 Uhr: Stars von morgen (1)

          In der Popmusik wird mancher ja über Nacht gleich zum „Superstar“. In der Klassik geht das etwas langsamer: Hier gelten junge Künstler auch nach vielen erfolgreichen Auftritten noch als „Stars von morgen“. Solche stellt der Kulturkanal in seiner Reihe vor. Präsentiert werden die jungen Musiker von der Sopranistin Christine Schäfer.

          Montag, 5. Mai

          Arte, Drama, 20.45 Uhr: Tropfen auf heiße Steine

          François Ozon, Jahrgang 1967, ist mit seinem Film Rainer Werner Fassbinder so nahe gekommen, wie man ihm eben kommen kann, wenn man nicht Fassbinder ist. Seine wichtigste Inspirationsquelle bei der Verfilmung von Fassbinders allererstem Theaterstück, hat Ozon in einem Interview erklärt, seien alte „Derrick“-Folgen gewesen. Aus ihnen hat der französische Regisseur die verwehte Welt des deutschen Kleinbürgertums in seinen Film transplantiert, in dem es um die Liebes- und Machtspiele je zweier Frauen und Männer geht.

          Dienstag, 6. Mai

          RTL, Thriller, 20.15 Uhr: Die Stimmen

          Und wieder eine neue Fernseh-Kommissarin: Mariele Milliowitsch hat sich von der Krankenschwester in „Nikola“ zur Chefin der Münchner Mordkommission hochgearbeitet. Als solche bekommt sie es mit einer Mordserie zu tun, deren Opfer einst allesamt dasselbe Internat besuchten. Konkurrent Sat.1 versucht RTL zu ärgern, indem er gleichzeitig die Komödie „Zwei vom Blitz getroffen“ wiederholt, in der ebenfalls Mariele Millowitsch die Hauptrolle spielt.

          Mittwoch 7. Mai

          ARD, Drama, 20.15 Uhr: Tage des Sturms

          Ein wenig früh kommt er, der erste Beitrag zum 50. Jahrestag des Arbeiteraufstands in der DDR. Nach einem Drehbuch von Erich Loest schildert Thomas Freundner die Geschehnisse des 17. Juni 1953 aus Sicht einer Arbeiterfamilie. Hartmut (Wotan Wilke Möhring) organisiert einen Streik in seinem Kombinat, seinem Schwiegervater (Peter Sodann) droht der Rauswurf aus der Partei. Nicht nur Freundschaften, auch der Zusammenhalt der Familie wird gefährdet, als die Ereignisse ihren Lauf nehmen.

          Arte, Tragikomödie, 22.30 Uhr: Songs from the Second Floor

          Es kann im Grunde nur Schweden sein, das einen solchen Film hervorbringt. In einer Reihe von jeweils ungeschnittenen Einzelszenen wird das groteske Potential des modernen Lebens mit blaßgrünem Licht ausgeleuchtet. An die Meister des Absurden in Film, Theater und Kunst anknüpfend, mischt Roy Andersson zu dessen Steigerung das schwedische Sicherheits- und Höflichkeitsdenken hinzu, und heraus kommt eine fesselnde Komödie über unausweichliche Widrigkeiten. In einer der großartigsten Szenen ist der Daseinskampf in die Check-in-Halle des Flughafens verlegt: Zu schwer beladene Gepäckwagen versuchen, zu dem militärisch aufgereihten Bodenpersonal zu kommen, doch es gelingt nicht: „Wenn wir am Schalter sind, sind wir freie Menschen.“ Es ist die mangelnde Bereitschaft des Films, dafür Erklärungen zu liefern, die ihn so grandios macht und ihn schwer aus dem Kopf gehen läßt.

          Donnerstag, 8. Mai

          WDR, Politshow, 23 Uhr: Kanzlerbungalow

          Hoffentlich ist das Originellste der neuen Sendung nicht ihr Schauplatz: der echter Bonner Bungalow, in dem einstmals Deutschlands Staatslenker von Ehrhard bis - ganz kurz - Schröder wohnten. Inmitten der Originalmöbel sitzt nun der Moderator Steffen Hallaschka und schickt Außenreporter durch die Gegend, die die politische Stimmung im Lande einfangen sollen. Das Magazin sieht sich im als Nachfolger im Geiste von „ZAK“.

          Freitag, 9. Mai

          WDR, Dokumentation, 23 Uhr: Katarina & Catharina

          Ein Doppelporträt der beiden berühmtesten Katharinen der DDR - der Eistänzerin Katarina Witt sowie der Punksängerin Nina Hagen, die eigentlich Catharina hieß. Für seine früheren Filme, in denen er die Lebensläufe etwa von Heinz Ehrhardt und Ludwig Erhard oder Willy Brandt und Willi Lippens verknüpfte, erhielt Lothar Schröder den Adolf-Grimme-Preis. Man darf gespannt sein, ob es ihm auch diesmal gelingt, überraschende Parellelen zweier scheinbar völlig unterschiedlicher Biographien aufzuzeigen.

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