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Fernsehwoche, 3.-9.8. : Blondinen bevorzugt

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Bei Arte ein Thema: Marilyn Monroe Bild: dpa

Blonde Frauen, weißes Gift und orthodoxe Juden sind in dieser Woche im Fernsehen ein Thema.

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          Dass Wiederholungen bei den Fernsehsendern im Sommer beliebt sind, muss kein Fehler sein. So darf sich der Zuschauer nächste Woche auf drei Schwarz-Weiß-Klassiker freuen: Charles Laughtons „Die Nacht des Jägers“ mit Robert Mitchum (Sonntag, 22.30 Uhr im BR), Kurosawas philosophisches Meisterwerk „Rashomon“ (Donnerstag, 1.50 Uhr im ZDF) und „Scarface“ von Howard Hawks (Donnerstag, 23.15 Uhr auf Arte).

          Samstag, 3. August

          WDR, Talk-Show, 23.15 Uhr: Blondes Gift

          Barbara Schöneberger wagt den Sprung vom Lokalfernsehen in die großen Regionalprogramme. „Blondes Gift“ ist eine Show, in der die Moderatorin mit dem eigenen Blondsein kokettiert und den „Blondfaktor“ eines Prominenten in Telefon- und Kombinationsspielen ermittelt. Der WDR hat die Sendung nach der Kirch-Pleite in sein Programm übernommen.

          Sonntag, 4. August

          RTL, Polittalk, 22.55 Uhr: Im Kreuzfeuer

          Der Fernsehwahlkampf geht in seine heiße Phase. In der ersten Sendung der neuen RTL-Polit-Talk-Show mit Sandra Maischberger und Peter Kloeppel sind die Grünen-Sprecherin Claudia Roth und der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle zu Gast.

          ARTE, Themenabend, ab 20.45 Uhr: Marilyn Monroe - Eine amerikanische Legende

          Vor 40 Jahren, am 5. August 1962, starb Marilyn Monroe an einer Überdosis Tabletten. Arte zeigt aus diesem Anlass eine Rarität: „Machen wir's in Liebe“ nach einem Drehbuch von Arthur Miller.

          Ab 23.25 Uhr widmet sich eine Dokumentation der Geschichte von Milton Greenes Monroe-Fotos, die nach dem Tod des Hollywood-Fotografen durch die Hände mehrerer Erben, Schieber und Spekulanten gingen, bevor sie im Sommer 2001 versteigert wurden.

          Montag, 5. August

          3SAT, Porträt, 22.25 Uhr: Warhol privat

          Der Schriftsteller Jonas Mekas folgte dem Pop-Guru in den 60er und 70er Jahren auf Schritt und Tritt. Nach Warhols Tod 1987 machte Mekas aus dem Material einen experimentellen Dokumentarfilm, der nur mit „Velvet Underground“-Musik aus den 60er Jahren unterlegt ist und ganz ohne Kommentar auskommt. Im Anschluss an „Warhol privat“ auf demselben Sender ein Portät des Filmemachers, der auch auf der Dokumenta 11 vertreten ist.

          Dienstag, 6. August

          ARTE, Dokumentation, 21.40 Uhr: Zittern im Angesicht des Herrn

          Im Rahmen des Themenabends „Orthodoxe Juden heute“ zeigt Arte diesen mehrfach (unter anderem auf der Berlinale 2001) ausgezeichneten Dokumentarfilm über orthodoxe und homosexuelle Juden. Der Film läuft zur Zeit mit Erfolg in amerikanischen Kinos. Über fünf Jahre lang hat Sandi Simcha DuBowski sehr persönliche Aussagen schwuler und lesbischer orthodoxer Juden gesammelt, die in einem inneren Konflikt leben, weil ihr Glaube ihnen die gleichgeschlechtliche Sexualität verbietet.

          Mittwoch, 7. August

          ZDF, Dokumentation, 22.15 Uhr: Abenteuer Wissen

          Das ZDF nimmt das Unesco-Jahr der Berge zum Anlass, seinen Zuschauern zwei Wochen lang „Berg-Welten“ näher zu bringen. Die Reihe besteht vor allem aus Wiederholungen. Ihr krönender Abschluss ist der Luis-Trenker-Film „Der Berg ruft“ (1937). Der Sommerprogramm-Schwerpunkt erinnert verdächtig an ein Sommersparprogramm.

          Freitag, 9. August

          ARTE, Psychokrimi, 20.45 Uhr: Gefährliche Nähe und du ahnst nichts (1)

          Noch während der Dreharbeiten wurde dieser Film über Anthrax von der Wirklichkeit eingeholt: In Amerika kam es zu Attentaten mit den Milzbrand-Erregern. Schoen entschärfte den Film, der von einem Wissenschaftler handeln sollte, der Anthrax für die Nato testet. Dennoch bleibt „Gefährliche Nähe“ brisant. In den Hauptrollen sind Hans-Michael Rehberg, Felix Eitner, Claudia Michelsen und Tobias Moretti zu sehen.

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