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Fernsehwoche, 29.10.-4.11. : Verbotene Liebe, vertagtes Halloween

  • Aktualisiert am

Geschwister vor dem großen Auftritt. Szene aus „Riekes Liebe” Bild: ZDF/Erika Hauri

Ob verborgen, verboten oder gerade erwacht - die Fernsehwoche liefert zu jeder Liebes-Variante einen Filmbeitrag.

          Eine Fernsehwoche voller verbotener Liebe: Kommissare verlieben sich in Verdächtige, eine Drogenabhängige liebt ihren Dealer, eine Schwester verführt ihren Bruder.

          Montag, 29. Oktober

          ZDF, Drama, 20.15 Uhr: Riekes Liebe

          Nicht nur auf dem Eis sind Rieke und ihr Bruder Nils unzertrennlich, auch zu Hause vollziehen die beiden Kunstläufer täglich Rituale der Vertrautheit. Als Nils sich in die Eisläuferin Lydia verliebt, ist Rieke zunächst geschockt - und begeht dann eine fatale Verzweiflungstat. In dem Regiedebüt von Kilian Riedhof überzeugen Laura-Charlotte Syniawa, Florian Stetter und Axel Milberg.

          SW, Dokumentation, 22.45 Uhr: Die Kinogängerin

          Am 1. November wird die mehrfache Literatur-Preisträgerin Ilse Aichinger 80 Jahre alt. In der Südwestfunk-Dokumentation zeigt sich die Schriftstellerin von einer unbekannten Seite: Sie spricht über ihre Kino-Leidenschaft. Nicht selten schaut sie sich drei Filme in einer Nacht an.

          Dienstag, 30. Oktober

          ARTE, Reportage, 20.15 Uhr: Srebrenica - Schuld und Wahrheit

          Vor etwas über sechs Jahren kam es zu dem Massaker von Srebrenica, bei dem ungefähr 8.000 Menschen starben. Laurence Jourdan hat die Recherchen einer französischen Kommission begleitet, die unter anderem der Frage nachging, warum die UN-Schutztruppen damals nicht eingriffen.

          ZDF, Dokumentation, 22.45 Uhr: Nach dem Schock. Amerikas Religionen und der Terror

          Seit dem 11. September haben religiöse Institutionen in den Vereinigten Staaten einen größeren Zulauf als je zuvor. Peter Adler ist diesem Phänomen nachgegangen.

          Mittwoch, 31. Oktober

          Im Gruseln versucht sich an Halloween nur RTL II mit dem durch und durch verunglückten Film „Halloween V“.

          3SAT, Drama, 22.25 Uhr: Gegen Ende der Nacht

          Der Film läuft nicht zum ersten Mal im deutschen Fernsehen, ist aber immer wieder sehenswert. Caroline Eichborn spielt eine mutmaßliche SS-Aufseherin, die verdächtigt wird, in der Nachkriegszeit indirekt die Tötung einer Familie verschuldet zu haben. Bruno Ganz und Stefan Kurt ermitteln und geraten zunehmend in den Bann der mysteriösen Frau. Für Regisseur Oliver Storz und die Hauptdarsteller gab es den Grimme-Preis.

          WDR, Melodram, 23 Uhr: Der Brief

          Modernisierte Fassung eines französischen Rührstücks aus dem 17. Jahrhundert um Liebe und Treue, inszeniert von der portugieischen Regiegröße Manoel de Oliviera.

          Donnerstag, 1. November (Allerheiligen)

          BR, Drama, 21.45 Uhr: Kolya

          Der tschechische Cellist Frantisek ist permanent pleite. Wegen seines angeblich subversiven Verhaltens erhielt er Berufsverbot von der Staatlichen Philharmonie und muss seither für wenig Geld in einer Friedhofskapelle spielen. Aus finanziellen Gründen heiratet er schließlich eine Russin, die bald nach der Hochzeit in den Westen flieht - und ihren kleinen Sohn zurück lässt. Widerwillig kümmert sich Frantisek um den Kleinen und entdeckt schließlich sogar väterliche Gefühle für ihn.

          Der Film erhielt 1996 den Oscar für den besten ausländischen Film, den Golden Globe und zahlreiche europäische Preise.

          Freitag, 2. November

          ARTE, Thriller, 20.45 Uhr: Die Tochter des Kommissars

          Unerwartet entdeckt Kommissar Volker Harms (Herbert Knaup) eines Tages, dass seine Tochter Leonie von der gleichen Designer-Droge abhängig ist wie eine junge Frau, in deren Todesfall er kürzlich ermittelte. Der Dealer ist in beiden Fällen Leonies Freund Tobi. Harms beschließt, den Entzug seiner Tochter selbst in die Hand zu nehmen. Der von ihm konfiszierte „Stoff“ ist dabei doppeltes Druckmittel. Leonie ist körperlich abhängig von ihm, und zugleich ist er Beweismittel gegen Tobi, ihren Freund.

          3SAT, Dokumentation, 23.20 Uhr: Self Storage - Geschichten vom Aufbewahren (OmU)

          „Self Storages“ sind Lagerräume von Schrank- bis Garagengröße, in denen New Yorker in der Regel lieb gewonnenen Krimskrams unterbringen, für den sie in ihren (meist keller- und stauraumlosen) Wohnungen keinen Platz haben. In Übergangszeiten werden diese Räume von ihren Besitzern aber auch schon mal bewohnt. Ingrid von Molnar begegnete bei ihren Recherchen einer Vielzahl kurioser Stories.

          Samstag, 3. November

          K 1, Horrorthriller, 22.25 Uhr: Halloween

          Mit einiger Verspätung strahlt Kabel 1 den Halloween-Film schlechthin aus - das Original von John Carpenter, dem sechs meist verunglückte Sequals folgten. Der erste Teil war ein Low-Budget-Film und machte Jamie Lee Curtis zur „Scream-Queen“.

          PRO 7, Actionthriller, 22.30 Uhr: Ronin

          Im Kino-Comeback von Regisseur John Frankenheimer werden fünf ehemalige Geheimagenten beauftragt, einen mysteriösen Koffer zu suchen. Kaum haben sie ihn gefunden, beginnen sie sich gegenseitig übers Ohr zu hauen. Ein Actionfilm der alten Schule mit Robert De Niro und Jean Reno.

          Sonntag, 4. November

          PRO 7, Mediensatire, 20.15 Uhr: Die Truman Show

          Die philosophisch angehauchte Mediensatire von Peter Weir ging bei der Oscar-Verleihung 1998 überraschend leer aus. Jim Carrey, der in der Rolle des Truman Burbank zurückhaltender agierte als je zuvor, erhielt jedoch einen Golden Globe.

          ARD, Krimi, 20.15 Uhr: Tatort: Im freien Fall

          Leitmayr und Batic ermitteln im Kunsthändler-Milieu Münchens. Leitmayr verliebt sich dabei Hals über Kopf in eine Verdächtige.

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