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Fernsehwoche, 25.-31.5. : Nach der Grand Prix Enttäuschung, Fernsehwoche mit WM 2002

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„Das wilde Schaf” mit Romy Schneider Bild: ard

In der kommenden Fernsehwoche heißt es: sich überraschen lassen. Vielleicht können wir ja doch besser kicken als singen.

          2 Min.

          Der Schauspieler Sylvester Groth, für seine darstellerische Leistung in „Romeo“ mit dem Grimme-Preis 2002 ausgezeichnet, für sein Spiel in „Der Verleger“ viel gelobt, ist in dieser Fernsehwoche gleich in zwei bemerkenswerten Filmen zu sehen. Außerdem feiert Arte zehnjähriges Jubiläum.

          Sonntag, 26. Mai

          ARD, Krimi, 20.15 Uhr: Polizeiruf 110: Silikon Walli

          Grand Prix at it's best
          Grand Prix at it's best : Bild: dpa

          Das Titel-Wortspiel gibt den manchmal übermütigen Humor der „Polizeirufe“ mit Michaela May und Edgar Selge ganz gut wider. Diesmal fühlt sich Kommissar Tauber (Edgar Selge) „wie am Meer“, als er bei den Ermittlungen im Stripper-Milieu mal an der durch Kochsalzlösung angereicherten Oberweite eines Busenwunders horchen darf.

          Bei ihrer Ermittlungsarbeit versteht das kriminalistische Duo Selge-May dann aber keinen Spaß mehr. Es gilt den Tod der Stripperin Lo aufzuklären. Starb sie an ihren vielen Operationen, an einer Überdosis von Schmerzmitteln, oder wurde sie umgebracht - von ihrem Manager oder „Silikon Walli“?

          Pro 7, Teenagertragödie, 20.15 Uhr: Eiskalte Engel (Deutsche Erstausstrahlung)

          Gefährliche Liebschaften im 20. Jahrhundert: Schönling Sebastian (Ryan Philippe) hegt inzestuöse Gefühle für seine Schwester Kathryn (Sarah Michelle Gellar), die - ein eiskalter Engel - sich ihm für den Fall verspricht, dass es ihm gelingt, die betont jungfräuliche Annette (Reese Whiterspoon) noch in den Sommerferien zu verführen. Andernfalls bekommt sie seinen Jaguar, Baujahr 1956.

          ARTE, Themenabend, ab 20.45 Uhr: Romy Schneider - Stiefkind des Glücks

          Kurz vor seinem zehnjährigen Jubiläum, zwei Tage vor Romy Schneiders zwanzigstem Todestag, feiert der deutsch-fanzösische Fernsehkanal Arte einen zweisprachigen Filmstar, mit dem er sich sicher gerne identifiziert. Romy Schneider ist zunächst in „Die Bankiersfrau“ zu sehen, anschließend ist sie Gegenstand eines Porträts aus dem Jahr 2002.

          Die ARD steuert um 23.50 Uhr eine der bittersten Schneider-Rollen bei: „Das wilde Schaf“.

          Montag, 27. Mai

          Mit der Ehrung ostdeutscher Film- und Fernsehstars tut sich das gesamtdeutsche Fernsehen oft schwer, so auch mit der Frank Beyers, der zu seinem 70. Geburtstag nur von MDR und ORB gewürdigt wird. Der MDR zeigt am Sonntag um 22.50 Uhr ein Porträt des „Spur der Steine“-Regisseuers, der ORB am heutigen Tag um 22.45 Uhr das KZ-Drama „Nackt unter Wölfen“ mit Armin Mueller-Stahl und Erwin Geschonneck. Um 22.55 Uhr bringt der MDR heute außerdem Beyers Film „Der Aufenthalt“ mit Sylvester Groth, der am Mittwoch die Titelfigur in der ARD-Komödie „Oswald Kolle“ spielt.

          Mittwoch, 29. Mai

          ARD, Aufklärer-Komödie, 20.15 Uhr: Oswalt Kolle

          Noch heute weiß man bei seinen gelegentlichen Auftritten nicht recht, was man von Oswalt Kolle halten soll, der in den 60er Jahren von den Konservativen als Schmutzfink, von den neuen Linken als Spießer angefeindet, vom großen Publikum aber immer gern gesehen wurde. Was treibt jemanden an, der von einem leidenschaftlichen sexuellen Aufklärungsbedürfnis beseelt ist?
          Daß der als Komödie ausgewiesene Film von Susanne Zanke keine leichten Antworten geben will, wird schon an der Besetzung deutlich: Kolle wird von Charakterdarsteller Sylvester Groth verkörpert, den man bisher eher vom ernsten Fach her kannte.

          Donnerstag, 30. Mai (Fronleichnam)

          ARTE, Sondersendung, 22.35 Uhr: Im Ernst: ARTE macht Spaß

          Mit dieser „Zeitreise durchs Programm“ will Arte den Beweis antreten, dass sein Programm „nicht nur kulturinteressierte Studienräte unterhält“. Als „unverschämt, ausgelassen, selbstironisch, ungeniert und bisweilen sogar richtig skandalös“ will man sich in dieser Sondersendung anhand von Programm-Ausschnitten darstellen. Da werden auch die Studienräte gern einschalten.

          Freitag, 31. Mai

          Endlich wieder WM! Die besten und körperlich ausgelaugtesten Fußballer der Welt müssen sich von frischen Außenseitern ärgern lassen, Stürmer, die man nicht auf der Rechnung hatte, werden Torschützenkönig - und am Ende gewinnt wieder Frankreich?
          Wer weiß. Gleich das erste Spiel der Weltmeister zeichnet sich durch eine enorme Fallhöhe aus.

          ARD, 13.15 Uhr: Frankreich - Senegal

          Ein schöner Abend bei Arte: Um 20.45 Uhr zeigt der Sender den neuen Film von Lola-Gewinner Christian Petzold (mit Nina Hoss), um 23.30 Uhr eine restaurierte Fassung des Fritz-Lang-Klassikers „Metropolis“, mit neuer Musik von Bernd Schultheis:

          ARTE, Psychodrama, 20.45 Uhr: Toter Mann

          ARTE, Stummfilmklassiker, 23.30 Uhr: Metropolis

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