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Fernsehwoche, 2.-8.3. : Im Fernsehen: eine Woche der Entdeckungen

  • Aktualisiert am

Liebe mit Hindernissen: Maria Schrader und Dani Levy in „Meschugge” Bild: ARTE

Dokumentationen führen den Fernsehzuschauer in dieser Woche zu den ausgerotteten Kulturen der Indianer und ins unbekannte Zentralasien.

          Der meist gespielte Film der Woche heißt „Die Drei von der Tankstelle“, den zu Heinz Rühmanns 100. Geburtstag am 7. März ein Drittes Programm an das nächste weiter reicht.

          Im Polittalk-Bereich gibt es eine neue Entwicklung: Gabi Bauer, ehemalige Moderatorin der Tagesthemen, versucht die Lücke zwischen der nachgiebigen Christiansen und der angriffslustigen Illner am Mittwoch um 23.15 Uhr auszufüllen.

          Samstag, 2. März

          ARTE, Dokumentarfilm, 20.45 Uhr: Indianerland

          Einst zählten sieben bis acht Millionen Menschen zu den von Kolumbus als Indianer bezeichneten Ureinwohnern der Neuen Welt. Heute leben ihre ungefähr 400.000 Nachkommen in Reservaten; die indianische Kultur ist so gut wie ausgerottet. Der Film von Jean-Claude Lubtschansky widmet sich der Geschichte der Indianer und den Greueltaten der europäischen Kolonisierung aus Betroffenen-Sicht. Die Arte-Reihe wird am 9. März mit einer Dokumentation über die Indianer-Aufnahmen von Edward S. Curtis fortgesetzt.

          Sonntag, 3. März

          ARD, Krimi, 20.15 Uhr: Tatort: Schützlinge

          Die Verständigung zwischen Kommissaren und Mordverdächtigen ist ohnehin schwer genug, schwerer wird sie für die Kölner Tatort-Kommissare Ballauf und Schenk in ihrem neuen Fall dadurch, dass sie wegen eines Raubüberfalls mit Todesfolgen unter Gehörlosen ermitteln müssen. Hier ist Umdenken angesagt.

          Montag, 4. März

          ZDF, Polit-Thriller, 22.15 Uhr: Arlington Road

          Im Kinojahr 1999 ging dieser Thriller mit Star-Besetzung erstaunlicherweise unter - wmöglich wegen seines pessimistischen Schlusses. Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September erhält er jedoch eine neue Aktualität, auch wenn der Terror in „Arlington Road“ aus den Vereinigten Staaten selbst stammt. Eines schönen Tages taumelt ein Kind mit verbranntem Arm durch eine friedliche Vorstadtsiedlung und wird von Uni-Dozent Faraday (Jeff Bridges) sofort ins Krankenhaus gefahren. Seltsam, dass der Vater des Jungen (Tim Robbins), wie Faraday herausfindet, unter falschem Namen lebt. Von Faradays Uni-Seminar-Thema „Terrorismus in den USA“ bis zum ersten Verdacht und ersten eigenmächtigen Ermittlungen ist es nicht weit.

          ARTE, Dokumentation, 22.50 Uhr: Palästinensische Touristen in Israel - Fremde im eigenen Land

          Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer Reise, die heute als reine Utopie erscheinen muss: Im Sommer 2001, kurz vor dem Beginn der immer noch andauernden zweiten Intifada, konnten arabische Bewohner der West Bank und des Gaza-Streifens als Touristengruppen nach Israel einreisen, die Älteren unter ihnen besuchten die ehemalige Heimat. Nachdem bereits das renommierte „Sundance Film Festival“ die israelisch-deutsche Koproduktion „Fremde im eigenen Land“ des jungen israelischen Filmemachers Ra'anan Alexandrowicz gezeigt hatte, wird der Film auch in New York im Rahmen der „Museum of Modern Art“-Reihe „New Directors - New Films“ vorgeführt werden.

          Dienstag, 5. März

          ARTE, Themenabend, 20.40 Uhr: Reise durch Zentralasien

          Außenpolitische „Weiße Flecken“ bringen sich häufig, irgendwann, von selbst mit aller Macht in Erinnerung. Afghanistan war solch ein weißer Fleck, die ehemaligen Sowjet-Republiken Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgisistan und Tadschikistan sind es immer noch. Sie erhalten im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Krieg jedoch eine neue sicherheitspolitische Bedeutung. Ein zweigeteilter Arte-Themenabend macht am Dienstag mit Usbekistan und Kasachstan sowie am Donnerstag mit Kirgisien und Tadschikistan bekannt. Wie sehen die Beziehungen dieser Länder untereinander aus, welche Rolle spielt der Islam hier?

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