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Fernsehwoche, 2.-8.11. : Im toten Winkel

  • Aktualisiert am

„Der Morgen nach dem Tod”, am 7.11. bei Pro Sieben Bild: ProSieben

ZDF-Chefhistoriker Guido Knopp untersucht die SS, André Heller spricht mit Hitlers Sekretärin: Aufarbeitung und anderes in der Fernsehwoche.

          ZDF-Chefhistoriker Guido Knopp untersucht die SS, André Heller spricht mit Hitlers Sekretärin. Die Fernsehwoche hat indes nicht nur Aufarbeitung zu bieten, sondern auch neues Kino aus Polen, Frankreich und Hongkong. Der TV-Überblick von FAZ.NET.

          Samstag, 2. November

          Eva (Chulpan Hamatova) und Anton (Denis Lavant) in „Tuvalu”, am 7.11. im Ersten

          ORB, Drama, 22.20 Uhr: Tereska

          Mit Laiendarstellern und dokumentarischer Kamera schildert Robert Glinskis Film einen Ausschnitt nackter polnischer Realität: soziales Elend, wachsende Gewalt unter Jugendlichen, Einsamkeit und Verzweiflung. Das Porträt des Mädchens Tereska, das in einer Warschauer Plattenbausiedlung lebt und davon träumt, Modedesignerin zu werden, lief monatelang in Polens Kinos, sorgte für Debatten und gewann zahlreiche Preise. Bemerkenswert ist das Spiel der Tereska-Darstellerin Ola G., die der Regisseur in einem Heim entdeckt hatte. Den Weg zu einem besseren Leben aber ebnete Ola G. ihre Filmarbeit nicht. Nach Abschluss der Dreharbeiten wurde sie beim Klauen erwischt, flog von der Schule, landete abermals im Heim für Schwererziehbare und wurde im April dieses Jahres beim Raubüberfall auf einen Lebensmittelladen in Pabianice von der Polizei festgenommen.

          RTL, Thriller, 22.30 Uhr: Das Schweigen der Lämmer

          Na, so ein Zufall: Im Kino startet mit „Roter Drache“ die nunmehr vierte Verfilmung der Abenteuer des überzeugten Nicht-Vegetariers Dr. Hannibal Lecter, und RTL zeigt noch einmal den Klassiker mit Jodie Foster. Guten Appetit.

          Sonntag, 3. November

          ARD, Musikrevue, 15.05 Uhr: Sterne, die nie untergehen

          Udo Lindenberg hat geerbt: einen Koffer voller Texte und Geschichten deutscher Künstler, die vor den Nazis nach Amerika flohen und versuchten, ihre Karriere dort fortzusetzen. Auf der Rückfahrt per Schiff von New York nach Bremerhaven interpretiert er die gefundenen Stücke mit anderen Prominenten: Tim Fischer, den Prinzen, Helge Schneider oder Horst Buchholz. Dies ist die Handlung des halbdokumentarischen Films „Sterne, die nie untergehen“, die sich an Lindenbergs Großprojekt „Atlantic Affairs“ anlehnt: ein im Mai uraufgeführtes Musical, das im nächsten Jahr auf Tournee gehen soll. Ein Album ist bereits erschienen.

          Pro Sieben, Thriller, 20.15 Uhr: The Sixth Sense

          „The Sixth Sense“ handelt davon, wie Menschen verzweifelt zueinander finden wollen, aber oft dabei scheitern. Seit der Kinderpsychologe Malcolm Crowe (Bruce Willis) den 8-jährigen Cole (Haley Joe Osment) therapiert, der sich von den Geistern Toter verfolgt glaubt, wirkt er im Reich der Lebenden oft völlig abwesend. M. Night Shyamalans Thriller von 1999 traf im Kino den Nerv des Publikums, indem er eine allgegenwärtige, aber kaum greifbare Atmosphäre des Unheimlichen und Bedrohlichen schafft. Statt den Schrecken zu bebildern, spannt er geschickt die Phantasie des Zuschauers für sich ein.

          ARD, Krimi, 20.15 Uhr: Tatort. 1000 Tode

          Ein neuer Fall für Klara Blum (Eva Mattes), die Kommissarin vom Bodensee. Ebendort soll sich auch ein junges Mädchen ertränkt haben, das seinen Suizid in einem Internet-Forum angekündigt hat. Ihre Leiche aber wird nicht gefunden - Grund genug für Klara Blums Annahme, dass das Mädchen noch leben könnte.

          Montag, 4. November

          Sat.1, Comedy, 21.15 Uhr: Broti & Pacek - irgendwas ist immer

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