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Fernsehwoche, 16.-22.2. : Nächste Woche im Fernsehen: Avantgarde-Filme und Wissenschafts-Dokus

  • Aktualisiert am

„Dinos Größe XXL”: der Paläontologe Rodolfo Coria mit fossilen Knochen Bild: NDR/BBC

Das Fernsehprogramm der Woche in Tipps und Trends von FAZ.NET.

          Fragt man die deutschen Fernsehzuschauer, welche Art Filme sie gerne häufiger sehen würden, antworten sie meist: Tierfilme. Kamen die Programmmacher diesem Wunsch in der Vergangenheit nach, schaltete oft keiner ein. In dieser Woche heißt es im Sog der kürzlich ausgestrahlten Säuger-Doku: Auf ein Neues.

          Samstag, 16. Februar

          Passend zu den olympischen Winterspielen, in denen das Eis eine wichtige Rolle spielt, gibt es im Fernsehen einen senderübergreifenden Themenabend über die Antarktis, gestern und heute.

          VOX, Reise-Reportage, 16.40 Uhr: Wolkenlos

          Seit 1969 kann man mit der „MS Explorer“ Kreuzfahrten in die Antarktis unternehmen und das Territorium mit Pinguinen und Albatrossen teilen. Ein eiskalter Reisebericht.

          ARTE, Historische Dokumentation, 20.45 Uhr: 90° Süd

          Der Filmregisseur Herbert Ponting begleitete Scott bei seiner berühmten, tragisch endenden Südpolexpedition und hielt wichtige Stationen der Entdeckungsreise auf Zelluloid fest. Arte zeigt die auf einer Stummfilmfassung von 1925 beruhende Tonfassung aus dem Jahre 1933, von Ponting persönlich angefertigt.

          Sonntag, 17. Februar

          WDR, Doku-Soap, 22.30 Uhr: Ein Doc für alle Fälle

          Ein weiterer senderübergreifender Themenschwerpunkt der Woche - so etwas verrät meist einen neuen Trend - ist das Zoo-Leben. Es wird aber nicht eine neue Containershow aufgelegt, sondern der WDR schaut ab heute in fünf Folgen einer Tierärztin im Zoo Dortmund über die Schulter. Produzentin ist übrigens die Tierfreundin Bettina Böttinger. Der Bayerische Rundfunk begleitet dann am Monatg ab 19 Uhr eine Horde Affen bei ihrem Umzug im Münchner Zoo. Überraschende Einsicht: Die Affen im Tierpark Hellabrunn haben neuerdings Fußbodenheizung - und mehr zu essen als die Bewohner damals im Big-Brother-Haus.

          ZDF, Wissenschafts-Reportage, 19.30 Uhr: Die Erde - live

          Die Reportage beobachtet Polarforscher bei ihrer Arbeit „Im ewigen Eis“ Spitzbergens. Es gibt kurze Einführungen in Phänomene wie Unterwasservulkane, Kontinentalverschiebungen und Polarlichter.

          HR, Jugendporträt, 22.45 Uhr: Der schwarze Peter

          Zum Anlass des 70. Geburtstags von Milos Forman („Einer flog über das Kuckucksnest“, „Amadeus“) zeigt der Hessische Rundfunk das noch in der ehemaligen Tchechoslowakei entstandende Filmdebüt des oscarprämierten Regisseurs. Hauptfigur ist ein Tolpatsch namens Peter, dem beruflich und in der Liebe alles daneben geht. Der MDR zeigt am Montag um 23 Uhr einen der bekanntesten Forman-Filme: „Hair“.

          Dienstag, 19. Februar

          NDR, Wissenschafts-Doku, 22.15 Uhr: Dinos Größe XXL

          Auch heute bleibt die Fiction hinter der Non-Fiction zurück. Dinosaurier sind wieder in. Die kürzlich ausgestrahlte BBC-Reportage über die ersten Säugetiere hat auch ihren Vorgängern eine neuen Popularitätsschub verschafft. Die NDR-Dokumentation verfolgt die Spur der beiden größten Dinosaurierarten, des 14 Meter langen und acht Tonnen schweren fleischfressenden Gigantosaurus und des Argentinosaurus, Vegetarier, 100 Tonnen schwer. Haben sich die beiden in Argentinien nachgewiesenen Saurier bekämpft? Hunger hatte wohl nur der Kleinere auf den Größeren.

          Mittwoch, 20. Februar

          Der Rest der Woche gehört dem experimentellen deutschen Film.

          WDR, Filmessay, 23 Uhr: Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit

          Alexander Kluges filmischer Essay von 1985 ist eine Collage aus Filmszenen, Dokumentaraufnahmen, Traumbildern und Alltagsimpressionen. Immer geht es um Zeiterfahrungen. Wie unterscheiden sich Gegenwart und Zukunft, gibt es verschiedene Umgangsformen mit der Zeit? An dem anspruchsvollen Projekt beteiligten sich viele nahmhafte deutsche Schauspieler: Jutta Hoffmann, Armin Mueller-Stahl, Rosel Zech und Michael Rehberg.

          Donnerstag, 21. Februar

          ARTE, Groteske, 20.45 Uhr: Lauf Jonas, lauf

          Eigentlich ist der Bar-Mizwa-Pianist Jonas nicht sonderlich gläubig. Als ihm jedoch drei Tage nach der Beschneidung seines Sohnes einfällt, dass nach jüdischem Brauch die entfernte Vorhaut in ebendiesem Zeitraum begraben sein sollte, wird Jonas plötzlich nervös und setzt alles daran, dem religiösen Gebot zu genügen.

          ORB, Drama, 22.05 Uhr: Winterkind

          Noch ein Geburtstag: Margarethe von Trotta wird an diesem Donnerstag 60 Jahre alt. Der ORB erinnert mit einem Film von 1997: Ein Mann adoptiert sein eigenes, außerehelich gezeugtes Kind, dessen Mutter sich in russischer Lagerhaft befindet. Zu Verwicklungen kommt es, als sich diese nach ihrer Freilassung auf die Suche nach Boris macht.

          Freitag, 22. Februar

          ARD, Contest, 20.15 Uhr: Countdown Grand Prix Eurovision

          Es ist wieder Zeit für das alljährliche Trauerspiel namens „Vorauswahl zum Grand Prix“. Wäre Deutschland doch nur aus diesem internationalen Contest-Unternehmen ausgestiegen, als es am Schönsten war: am Tag, an dem Nicole in Herrogate „Ein bisschen Frieden“ lispelte. Viel Elend wäre uns erspart gelieben.

          3SAT, Kurzfilmretrospektive, 23.15 Uhr: Drei Avantgarde-Kurzfilme

          Der in München lebende Franzose Jean-Marie Straub hat mit seinen puristischen Filmen in den 60er Jahren sowohl die Nouvelle Vague als auch den Neuen Deutschen Film geprägt. In der Reihe „European 60s - Kultfilme der Sechziger“ zeigt 3SAT Straubs Adaptionen der Böll-Werke „Hauptstädtisches Journal“ und „Billard um halb zehn“ sowie den Kurzfilm „Der Bräutigam, die Komödianten und der Zuhälter“, in dem Fassbinders legendäres Action-Theater-Ensemble zum Einsatz kommt.

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