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Fernsehwoche, 16.-22.11. : Festtage des Fernsehfilms

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Sakari Kuosmanen und Kati Outinen in „Juha”, am Donnerstag bei Arte Bild: ZDF / © Pegasos Film

Die Fernsehfilm-Highlights des Jahres laufen in dieser Woche noch einmal bei 3sat. Die Fernsehwoche hat aber auch Neues zu bieten.

          Die Fernsehfilm-Highlights des Jahres laufen in dieser Woche noch einmal bei 3sat: Dort konkurrieren die besten Produktionen um den 3sat-Zuschauerpreis. Wer Filme wie „Toter Mann“ oder „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ verpasst hat, kann sie nun noch einmal sehen. Die Fernsehwoche hat aber auch Neues zu bieten - unter anderem die Farce „Goebbels und Geduldig“. Der Überblick von FAZ.NET.

          Samstag, 16.11.

          RTL, Show, 21.15 Uhr: Die 80er Show

          Mit der letzten Folge der RTL-„80er Show“ glaubte man das nur aufgrund sentimentaler Anwandlungen einigermaßen erträgliche Jahrzehnt endgültig hinter sich zu haben. Weil die Sendung aber ein so großer Quotenerfolg war, beginnt an diesem Samstag eine zweite Staffel. Die 80er Jahre gehen weiter. Wie lange noch?

          Pro Sieben, Horror, 22 Uhr: Anatomie

          Paulas (Franka Potente) Freude über den Forschungsaufenthalt in der Heidelberger Pathologie kühlt auf Leichenhallentemperatur ab, als sie ihrer Zugbekanntschaft am nächsten Tag auf dem Seziertisch wiederbegegnet. Sie stellt Nachforschungen über die Todesursache an und stößt mit ihrem Misstrauen auf eine Schweigemauer, die das Institutsgelände hermetisch umschließt. Auf den dunklen Fluren trifft ihre Paranoia manchen Grund, Studienfreunde verschwinden grußlos und kehren kopflos zurück. „Anatomie“ ist ein professioneller Genrefilm; was die Internationalität seines Schrecks bricht, ist die altdeutsche Heidelberg-Kulisse. Da fällt ein Spritzer Feuerzangenbowle auf den Teenie slash, am gemütlichen Gemäuer perlt der Angstschweiß ab.

          Sonntag, 17.11.

          ARD, Krimi, 20.15 Uhr: Der Fremdwohner

          Wenn der „Tatort“ aus Bayern kommt, darf auf auf zuverlässig hohe Qualität hoffen. Diesmal klären Batic und Leitmayr den Mord an einer Sekretärin. Um 22 Uhr geht es bei 3sat weiter mit dem „Tatort“: Dort wiederholt man den vielgelobten Krimi „Schatten“ mit der Bremer Kommissarin Inga Lürsen.

          Pro Sieben, Thriller, 20.15 Uhr: Wehrlos - Die Tochter des Generals

          Elizabeth Campbell, Captain der US-Army, wird nackt, gefesselt und stranguliert auf dem Gelände ihres Stützpunkts aufgefunden. Simon Wests Verfilmung eines Romans von Nelson DeMille steigt ohne Umwege in den Army-Alltag ein; ein Großbetrieb, in dem alles durch Rituale und Hierarchien reguliert wird. Allein der Ermittler Brenner erlaubt es sich, Ränge zu ignorieren und gegen Konventionen zu verstoßen. Für John Travolta eine leichte Übung, muss er doch nur John Travolta spielen. Damit gibt er dem Film, der mit fortschreitender Handlung immer abwegigere Wendungen nimmt und dabei auf ein melodramatisches Finale zusteuert, jedoch auch die entscheidene Qualität in Form geschliffener Zynismen.

          3sat, Drama, 20.15 Uhr: Die Freunde der Freunde

          Das Fernsehen, das davon lebt, alles sichtbar zu machen, lässt der Phantasie wenig Spielraum. Übersinnlich wird es hier allenfalls dann, wenn hübsche Hexen in Sitcoms mit Mystery-Touch oder tolpatschige Engel in romantischen Komödien ihr Unwesen treiben. Dominik Graf aber treibt das Unerklärliche, das Unaussprechliche mitten in die Hauptsendezeit des Fernsehens hinein. Ein bayerisches Internat bei Traunstein: Gregor (Matthias Schweighöfer) und Arthur (Florian Stetter) lernen sich kennen. Später stößt Pia (Jessica Schwarz) dazu, die mit beiden Jungen ein ausgesprochen lockeres Verhältnis beginnt, und schließlich auch die Schweizerin Billie (Sabine Timoteo), die aus einer ganz anderen Welt kommt als die gutsituierten Internatszöglinge. Regisseur Graf, der mit Markus Busch auch das Drehbuch verfasste, erzählt von Abschieden und Aufbrüchen, von Freundschaften und Liebesbeziehungen zwischen Jugendlichen in einer Lebensphase, die nur wenig Gewissheiten kennt; die übernatürlichen Erscheinungen, die zwei von ihnen gewahren sollen, sind da fast nur eine weitere Irritation.

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