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Fernsehwoche, 15.-21.9. : Sondersendungen und Regelprogramm

Sabine Christiansen bittet ihre Gäste zum Gespräch über die Gefahr eines Weltkrieges Bild: ZB - Fotoreport

Selten waren sich die Fernsehsender über das Programm so einig wie in diesen Tagen - weniger Gewalt und Comedy in Maßen.

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          Die Welt interessiert sich in diesen Tagen in erster Linie für die aktuelle Berichterstattung aus den Vereinigten Staaten. Sie möchte wissen, ob die Behörden den Tätern auf der Spur sind und wie man in Zukunft solch fürchterliche Terroranschläge verhindern kann.

          Uwe Ebbinghaus

          Redakteur im Feuilleton.

          FAZ.NET kommt diesem Interesse entgegen und gibt für das Wochenende Hinweise auf entsprechende Sendungen, die aktuell ins Programm genommen oder thematisch aktualisiert wurden. Da die Sender beabsichtigen, zum Regelprogramm zurückzukehren, folgen - diesmal in gestraffter Form - einige Empfehlungen für die kommende Woche.

          Samstag, 15. September

          ZDF, 12.05 Uhr: tivi-extra: Die Anschläge in Amerika

          Die Informationssendung bereitet die Terroranschläge in den Vereinigten Staaten speziell für Kinder auf. Im Studio beantworten Experten, unter anderem Bundesfamilienministerin Christine Bergmann, Fragen, die Kinder zur Zeit bewegen.

          Sonntag, 16. September

          ARD, 12 Uhr: Presseclub: Die Welt gerät an den Abgrund. Lässt sich der Terror stoppen?

          Fritz Pleitgen diskutiert mit Kollegen über Maßnahmen gegen den Terror.

          HR, 14.30 Uhr: Friedman (Erstsendung: 12.9.2001 in der ARD)

          Das Gespräch zwischen Michel Friedman und dem streitbaren Nahost-Experten Peter Scholl-Latour sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man die Erstsendung verpasst hat. Scholl-Latour übt deutliche Kritik an der 'verweichlichten' bundesrepublikanischen Gesellschaft und ihrem Verteidigungskonzept. Bei einigen Hardliner-Thesen Scholl-Latours wünschte man sich intensivere Rückfragen Friedmans.

          ZDF, 18.15 Uhr: Mami, kommt jetzt Krieg?

          „ML“-Moderatorin Marina Ruperti und Andreas Korn, Moderator der Kindernachrichtensendung „logo“, diskutieren mit Eltern und Experten über die Möglichkeit, Kindern die Terroranschläge in den Vereinigten Staaten näher zu bringen.

          ARD, 21.45 Uhr: Sabine Christiansen: Der „Erste Weltkrieg des 21. Jahrtausends“: Wie können wir uns schützen?

          Die Frage ist zwar nicht ganz klar verständlich - gemeint ist: Wie können wir uns vor einem neuen Weltkrieg schützen? oder: Wie können wir uns vor dem Terrorismus schützen? -, aber die Diskussion wird wohl automatisch dem Naheliegendsten folgen.

          WDR, 22.45 Uhr: Tage des Terrors

          Eine „Chronik des Grauens“ von Arnim Stauth

          Montag, 17. September

          ARTE, Drama, 20.45 Uhr: Oscar Wilde

          Die Rolle des irischen Dandy scheint dem Darsteller Stephen Fry auf den Leib geschnitten. Im Mittelpunkt des Films steht Wildes Affäre mit Lord Alfred Douglas, gespielt von Jude Law.

          Dienstag, 18. September

          PRO 7, Comedy, 21.15 Uhr: Sex and the City

          Der Titel ist Programm. Vier beruflich erfolgreiche Frauen in New York nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es um Sex geht. „Friends“ und „Ally McBeal“ sind Klosterschülerinnen dagegen. In den Vereinigten Staaten bekam die Serie schon mehrere Golden Globes. Wird sich die Selbstironie der Akteure momentan übertragen können, wird man beim Zuschauen vergessen können, dass einige Spielorte augenblicklich möglicherweise geräumt oder einsturzgefährdet sind?

          Freitag, 21. September

          ARTE, Dokumentardrama, 22.15 Uhr: Jud Süß

          Veit Harlan inszenierte einen der einflussreichsten antisemitischen Filme des Dritten Reichs, „Jud Süß“. 20 Millionen Deutsche sahen diesen Film, für die SS war er Pflichtprogramm. 1949 wurde Harlan wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Horst Königstein hat das Verfahren, in dem Harlan die Freiheit der Kunst für sich beanspruchte, nachgestellt und mit Zeitzeugen-Gesprächen (zum Beispiel dem „Jud Süß“-Darsteller Ferdinand Marian) kombiniert.

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