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Politische Talkshow : Christiansen und Aust wechseln zu Sat.1

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Bild: DPA

Spektakulärer und prominenter könnte die Besetzung wohl schwerlich ausfallen. Unter dem Arbeitstitel „Wahlarena“ legt Sat.1 eine neue politische Talkshow mit altbekannten Namen auf: Sabine Christiansen und Stefan Aust werden sie moderieren.

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          Spektakulärer und prominenter könnte die Besetzung wohl schwerlich ausfallen: Unter dem Arbeitstitel „Wahlarena“ legt Sat.1 eine neue politische Talkshow mit altbekannten Namen auf: Sabine Christiansen und Stefan Aust werden sie nämlich moderieren. Fünf Ausgaben sind zunächst geplant, laufen sollen sie in den Wochen vor der Bundestagswahl im kommenden Herbst.

          An welchem Wochentag die Talkshow gesendet wird, ist nach Auskunft von Sat.1 noch unklar. Es könnte der Sonntagabend sein, an dem bei Sat.1 einst der „Talk im Turm“ lief, den in der Nachfolge von Erich Böhme der damalige Chefredakteur des „Spiegel“, Stefan Aust, schon einmal moderiert hatte. Er kehrt nun sozusagen an seine alte Wirkungsstätte zurück. Sabine Christiansen wiederum macht bei dem Privatsender ihrer eigenen Nachfolgerin im Ersten, Anne Will, Konkurrenz.

          „ran“ kehrt zurück

          Sat.1 wartet noch mit einem zweiten Revival auf. Im Sommer kehrt die Fußballmarke „ran“ zurück. Unter diesem Titel lief bei dem Privatsender einst die Bundesliga, jetzt präsentiert Sat.1 in „ran“ die Spiele der Champions League und der „Europa League“ – bislang als Uefa-Cup bekannt. Wer „ran“ moderiert, wer kommentiert, welche Experten verpflichtet werden – all das ist offen. Sicher ist nur, dass Sat.1 nicht mehr – wie bisher – auf die Zulieferungen des Bezahlsenders Premiere angewiesen ist, sondern von A bis Z selbst produziert und eine eigene Redaktion aufbaut. Damit setzt der neue Sat.1-Geschäftsführer Guido Bolten zwar auf Altbewährtes, demonstriert aber zugleich, dass er neue Akzente setzen und sich nicht mit der Rolle des ewigen Zweiten oder Dritten im Privatsendermarkt zufrieden geben will. Von der politischen Talkshow hatte sich Sat.1 vor Jahren verabschiedet, obwohl der Sender das Genre im deutschen Fernsehen mit „Talk im Turm“ maßgeblich geprägt hatte.

          Die nächste Staffel der – ebenfalls altbewährten, aber zwischenzeitlich abgesetzten – Improvisationscomedy „Schillerstraße“ beginnt am 30. Januar, der Schauspieler Jürgen Vogel zieht in die Fernseh-Wohngemeinschaft ein, als Gäste werden unter anderen Dieter Nuhr, Bernhard Hoëcker und Oliver Pocher auftreten. Neu im Programm sind die Shows „Mister Perfect – Der MännerTest“ und „Die beste Idee Deutschlands“, beide moderiert von Alexander Mazza, der früher durch die Sendung „Herzblatt“ führte. Der RTL-Dschungelmoderator Dirk Bach ist mit seiner neuen Sketch-Comedy „Einfach Bach!“ zu sehen. Hoffnungen setzt man auch auf die neue Serie „Klinik am Alex“, die am 29. Januar beginnt.

          Deutsches am Dienstag

          Der Dienstagabend soll bei Sat.1 im Zeichen deutscher Filme stehen, internationale Filme bestimmen samstags, montags und – neuerdings – donnerstags das Programm. Mit „The Mentalist“ zeigt der Sender neben „Navy CIS“ und „Criminal Minds“ eine dritte amerikanische Krimiserie. Als herausragende Eigenproduktion gilt dem Sender der Film „Böseckendorf – Die Nacht, in der ein Dorf verschwand“, der die wahre Geschichte eine Dorfes im Grenzgebiet Thüringens erzählt, das im Herbst 1961 eine Massenflucht in den Westen plante.

          Der Sat.1-Geschäftsführer Bolten hat eine andere Flucht im Sinn: „Wir wollen zurück zu alter Stärke“, sagt er. Sein Sender habe das Zeug, nach Zuschauermarktanteilen „wieder an die Zwölf-Prozent-Marke“ heranzukommen. Zuletzt hatte der Sender, der mit Mann und Maus von Berlin nach München umzieht und seine komplette Führungsriege verloren hat, allein durch schlechte Nachrichten in eigener Sache auf sich aufmerksam gemacht.

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