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Medien : Wegen Brender: Voß tritt aus CDU aus

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Peter Voß gibt sein Parteibuch zurück Bild: dpa/dpaweb

Der frühere Intendant des Südwestrundfunks, Peter Voß, hat seinen Austritt aus der CDU erklärt. Als Grund nannte Voß das Vorgehen Roland Kochs und anderer CDU-Politiker gegen den scheidenden ZDF-Chefredakteur Brender.

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          Als Reaktion auf die Ablösung von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender hat der frühere Intendant des Südwestrundfunks, Peter Voß, seinen Austritt aus der CDU erklärt. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch habe mit seinem Vorgehen der CDU, dem ZDF und den Medien im Allgemeinen schwer geschadet, sagte Voß den „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstagausgabe). Er habe sein Parteibuch nach 35 Jahren zurückgegeben.

          „Was hier passiert ist, ist höchst gefährlich für das Image des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und ein Angriff auf die Unabhängigkeit des Senders“, kritisierte Voß. Aus seiner Sicht habe nicht allein Koch darauf gedrängt, den Vertrag von Brender nicht mehr zu verlängern. Auch große Teile der CDU bis ins Umfeld der Parteivorsitzenden Angela Merkel seien beteiligt gewesen. „Da haben mehrere Leute mitgewirkt, da wurden viele Strippen gezogen“, sagte Voß dem Blatt.

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