https://www.faz.net/-gqz-3xg8

Fernsehen : Der „Tote Mann“ räumt ab

  • Aktualisiert am

Noch ein Preis: „Toter Mann” mit Nina Hoss und André Hennicke Bild: obs (3sat)

Christian Petzolds „Toter Mann“ mit Nina Hoss hat einen weiteren Preis gewonnen: In Baden-Baden wurde der Thriller zum besten TV-Film des Jahres gekürt.

          Der Arte/ZDF-Film „Toter Mann“ ist beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden als beste deutschsprachige TV-Produktion des Jahres ausgezeichnet worden.

          Der undotierte Preis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ging an das gesamte Team, zu dem neben Regisseur und Autor Christian Petzold auch die Schauspieler Nina Hoss und André Hennicke gehören, teilte das Festivalbüro am Samstag mit. Für rund 40.000 Zuschauer, die sich an einer Abstimmung über TED und Internet bei 3sat beteiligten, war hingegen der ARD-Film „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ der Favorit.

          Der von der Akademie prämierte Film „Toter Mann“ handelt von einem Rechtsanwalt, dessen Lebensentwurf in die Krise gerät. Auslöser sind die Begegnung mit einer geheimnisvollen jungen Frau und das Zusammentreffen mit einem Mörder, der auf Bewährung freigelassen ist. Die ZDF-Produktion für Arte „erzeugt emotionale Erlebnisse, stellt Ansprüche, erfordert Anstrengung und es gelingt ihr, den Zuschauer zu fesseln“, hieß es in der Begründung der Fachjury.

          Preise für Sarnau und Prahl

          Das TV-Publikum entschied sich für die Geschichte einer Hamburger Streifenpolizistin, für die der Dienst immer mehr zur Hölle wird. Regie in „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ führte Marc Rothemund, das Buch stammt von Fred Breinersdorfer. Zwei Schauspieler aus dieser Produktion hat die Akademie-Jury für ihre herausragenden Leistungen zusätzlich geehrt: Anneke Kim Sarnau und Axel Prahl. Ebenfalls für ihre Darstellungen ausgezeichnet wurden Erwin Steinhauer („Blumen für Polt“) und Tatjana Blacher („Eine außergewöhnliche Affäre“).

          Der alle zwei Jahre beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden verliehene Rolf-Hans-Müller Preis für Filmmusik, der mit 10.000 Euro dotiert ist, ging an den Münchner Florian Gregor Appl. Der 40-jährige Komponist schrieb die Musik zu vielen Kino- und Filmproduktionen, unter anderem zu „Berlin is in Germany“ und „Commissario Brunetti“. Das Festival, das aus den „Tagen des Fernsehspiels“ hervorging, gilt als angesehener Treff der Medienbranche.

          Weitere Themen

          Wovor soll ich mich fürchten?

          Lyrik der Sinti und Roma : Wovor soll ich mich fürchten?

          Hier singen die Ausgegrenzten, Besitzlosen und Geflohenen: Eine überfällige Sammlung der Lyrik von Sinti und Roma und anderer Gruppen, die ehedem „fahrendes Volk“ genannt wurden.

          „Herbstsonate“ Video-Seite öffnen

          Trailer : „Herbstsonate“

          „Herbstsonate“, 1978. Regie: Ingmar Bergman. Darsteller: Ingrid Bergman, Liv Ullmann, Lena Nyman.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.